Womit sich dann doch eine ganze Menge ändert für all jene, die mit den Leipziger Tramlinien unterwegs sind: So fahren die Linien 1, 9, 11, 12, 14, 15 und 16 in diesen Tagen über die Haltestelle Westseite; die Linien 3, 4, 7, 8, 31, 36 sowie die N17 über die Haltestelle Wintergartenstraße. Ein wichtiger Hinweis: Die 31 und die 36 sind Baulinien – erstere ist zwischen Mockau, Post und Meusdorf im Einsatz und ersetzt die Linie 1 in Schönefeld sowie die 15 auf der Prager Straße. Zwischen Lößnig und Hauptbahnhof Wintergartenstraße, fährt die Baulinie 36 über Deutsche Nationalbibliothek, Bayrischer Bahnhof als Ersatz für Straßenbahnlinie 16. Baulinie 39 ist weiterhin zwischen Angerbrücke und Lößnig über Felsenkeller, Wilhelm-Leuschner-Platz und Connewitzer Kreuz im Einsatz.
Während sich also im öffentlichen Personennahverkehr das ein oder andere verändert, bleibt für die Autofahrenden im Bereich Hauptbahnhof alles beim bisherigen. Heißt im Klartext – grundsätzlich wird der Autoverkehr auch weiterhin großräumig um den Bereich herumgeleitet.
Und weil das Thema Hitze wieder eines ist in diesen Tagen, gibt es noch einen Hinweis der Leipziger Verkehrsbetriebe: Die erforderlichen Schienenlängsfugen werden mit dem bislang eingesetzten und zugelassenen Material eingebaut. Grundlage dieser Entscheidung waren umfassende fachliche Bewertungen und Risikoabwägungen sowie geltende Vorschriften und Regelwerke. Ein Verzicht auf den Einbau würde erhebliche technische, betriebliche und wirtschaftliche Risiken verursachen, darunter mögliche Infrastrukturschäden, zusätzliche Sperrungen, Gewährleistungsverluste sowie Verzögerungen und Mehrkosten bis hin zu Baustopps.
Der Einbau erfolgt unter intensivierten Qualitäts-, Dokumentations- und Überwachungsanforderungen sowie einem ergänzenden Inspektionskonzept. Das Vorgehen wird zudem durch den beauftragten Gutachter fachlich unterstützt. Gleichzeitig werden Einbau, Kontrolle und Dokumentation nochmals engmaschig verschärft, um hohe Qualitätsstandards umzusetzen.
So stellen die LVB sicher, dass notwendige Bauarbeiten fortgeführt werden können, ohne zusätzliche Verzögerungen und Belastungen für Fahrgäste und Anwohner zu verursachen. Die Schienenfugen bleiben dabei ein notwendiger Bestandteil des Gleisbaus. Sie sorgen dafür, dass insbesondere in den Wintermonaten Schäden durch eindringendes und gefrierendes Wasser vermieden werden können. Zudem helfen sie, temperaturbedingte Spannungen im Gleis auszugleichen.
Generell treiben die LVB gemeinsam mit dem TÜV Süd Rail die Untersuchung des Hitzeschadenereignises im Gleisnetz voran. Der beauftragte Gutachter will erste Ergebnisse im dritten Quartal 2026 vorlegen. Zuvor erfolgen eine umfassende Bestands- und Schadensanalyse, die Prüfung von Planungs- und Bauunterlagen sowie umfangreiche Laboruntersuchungen. Erst auf Grundlage dieser Erkenntnisse können konkrete Maßnahmen abgeleitet werden, um vergleichbare Schäden künftig zu vermeiden. und red./jwInfos: www.L.de/hauptbahnhof