Das günstige Mensa-Essen ist für viele Studierende längst kein nettes Angebot mehr – sondern fester Bestandteil des Tagesbudgets. Die subventionierten Mahlzeiten gelten als kalkulierter Rettungsanker. Ähnlich sieht es beim Wohnen aus: Die Studentenwohnheime verzeichnen Spitzenauslastung, der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum übersteigt das Angebot. Und weil das Studierendenleben trotzdem teurer wird, greifen immer mehr auf die Jobvermittlung zurück – der Nebenjob ist für viele zur Pflicht geworden, nicht zur Option.
Doch der Druck macht nicht an der Geldbörse halt. In der Sozial- und der Psychosozialen Beratung sind finanzielle Nöte und Existenzängste die häufigsten Gründe, warum Studierende Hilfe suchen. Geld und Psyche hängen eng zusammen – das zeigen die Zahlen des Jahresberichts deutlich.
Geschäftsführerin Dr. Andrea Diekhof nennt die Ergebnisse einen „Seismographen für zunehmende Notlagen am Campus“. Sie betont: Die Angebote des Studentenwerkes seien kein „Nice-to-have“, sondern ein echtes Sicherheitsnetz – und dieses Netz brauche die dauerhafte Unterstützung der Politik, um stabil zu bleiben. Denn wer finanziell unter Wasser ist, bricht sein Studium ab. Das will das Studentenwerk mit seinen Angeboten verhindern. und red.