Noch bis 6. September präsentiert das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig unter dem Titel „Akzidenzen und Plakate“ Werke Fiedlers im zweiten Obergeschoss des Alten Rathauses. Keine Retrospektive, kein müdes Lebenswerk-Resümee – sondern aktuelle Arbeiten, ausgewählt vom Künstler selbst. Pointiert, ausdrucksstark, zeitkritisch. So wie es Fiedler immer war.
Geboren 1936 im schlesischen Bunzlau, lernte er das Handwerk in der Görlitzer Konsum-Genossenschaft, studierte dann in Berlin-Oberschöneweide. 1961 ließ er sich in Leipzig nieder – und blieb. Seither prägt er das Stadtbild mit einer Bildsprache, die unverwechselbar ist: ob für Oper, Zoo oder gesellschaftliche Anliegen. An der Burg Giebichenstein in Halle gab er sein Wissen zwei Jahrzehnte lang weiter, gemeinsam mit seiner Frau, der Grafikerin Jutta Damm-Fiedler, verantwortete er das Gesicht der Oper Leipzig unter Udo Zimmermann.
Doch Fiedler blieb nie im Gestern stehen. 2011 gründete er plakat-sozial e.V. – einen Verein, der Plakatkunst als politisches Werkzeug begreift und international bekannte Künstlerinnen und Künstler zusammenbringt, die Haltung zeigen .
Der Eintritt ist frei, geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.