Nachwuchs fürs Ehrenamt
Trainerlizenz parallel zum Abi: Jetzt in ganz Sachsen

Sachsen. Der Landessportbund Sachsen geht neue Wege in der Gewinnung von Trainer und Trainerinnen: Seit diesem Jahr können Absolventen der sechs sächsischen Sportgymnasien parallel zum Abitur die Übungsleiter*in C-Lizenz erwerben. Zusätzlich zum Leistungskurs Sport wird ein Erste-Hilfe-Kurs sowie die Anerkennung des LSB-Ehrenkodexes vorausgesetzt. Grundlage des Projekts ist die fundierte sporttheoretische Ausbildung, welche die Schülerinnen und Schüler bereits während ihrer Schulzeit an den Sportgymnasien erhalten. Dadurch können die Inhalte der Übungsleiter*inausbildung anerkannt und der Weg zur Lizenz deutlich verkürzt werden.

Erprobt wurde das Modell bereits erfolgreich am Sportgymnasium Dresden. Dort erhielten die ersten Abiturientinnen und Abiturienten schon im vergangenen Jahr ihre Übungsleiter*in C-Lizenz. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt wird das Angebot nun auch auf die übrigen fünf sächsischen Sportgymnasien in Altenberg, Chemnitz, Klingenthal, Leipzig und Oberwiesenthal ausgeweitet.

Darüber hinaus profitieren auch ehemalige Schülerinnen und Schüler von der neuen Regelung: Das Angebot gilt rückwirkend für alle, die ihr Abitur bereits erworben haben. Da die Übungsleiter*in C-Lizenz eine Gültigkeit von vier Jahren besitzt, können auch frühere Absolventen ihre Qualifikation unkompliziert nachholen und sich für ein Engagement im Verein lizenzieren lassen.

Mit dem Projekt setzt der Landessportbund Sachsen ein wichtiges ganz Zeichen für die Nachwuchsgewinnung im organisierten Sport. Junge Menschen werden frühzeitig an verantwortungsvolle Aufgaben herangeführt und können ihr Wissen unmittelbar in ihren Vereinen einbringen. Gleichzeitig stärkt das Angebot auch die wichtige Bindung an die Sportvereine und schafft neue Perspektiven für noch mehr ehrenamtliches Engagement im sächsischen Sport.

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