Kompromisslose Musik, Clowns-Bilder und viele Preise
Geehrt in Leipzig: Claudia Verloh wurde mit dem Eugenie-und-Felix-Wachsmann-Preis der DRG ausgezeichnet.Foto: Thomas Rafalzyk
Neuer spannender Musik aus Leipzig kann man dieser Tage wieder vermehrt lauschen – so zum Beispiel auf „Vom Willen und Tod“, vorgelegt vom 23-köpfigen Gellért Szabó’s Ideal Orchestra. Für die Aufnahmen zog sich das Leipziger Ensemble in eine Kirche zurück, um vier Kompositionen von Gellért Szabó sowie zwei neu arrangierte Auszüge aus dem Brahms-Requiem einzuspielen. Das Album durchzieht ein innerer Konflikt: der Wille zur Größe im Angesicht des Endes und die Rückkehr zur eigenen Herkunft nach dem Verlust des Vaters. Zwischen Verwurzelung und Abgrund entfaltet sich eine zutiefst persönliche Erzählung. Gewaltige Klangmassen aus übereinandergeschichteten Orchestern und Chören treffen auf fragile Klagegesänge. „Alle Mahler-Sinfonien gleichzeitig“, so beschreibt der Orchesterleiter die Klangvorstellung hinter dem Werk. Zwischen Todesangst, Liebe und Größenwahn entsteht eine kompromisslose Musik. Monumental gedacht und bis an die Grenzen des Hörbaren verdichtet. Kurz gesagt: Ein neues und radikal persönliches Werk – das übrigens auf dem Moers Festival im Releasekonzert vorgestellt wurde.Der Leipziger Dieter Hormann ist platt: Mit solch einem Erfolg der Ausstellung seiner 75 Bilder aus der Welt der Harlekine und Clowns hatte der Autodidakt nun wirklich nicht gerechnet. Doch im Kunstturm im oberbayrischen Wolfratshausen reißt der ständige Besucherstrom nicht ab – dies berichten die regionalen Zeitungen. Und das freut den einstigen Bauingenieur: Seit Kindheitstagen ist er in die Spaßmacher verliebt, begann mit sie in den unterschiedlichsten Farben festzuhalten und kann heute auf mehr als 300 Gemälde verweisen. Ach ja: Noch in diesem Jahr soll es auch eine Ausstellung in einer Leipziger Galerie geben. Vielleicht wieder mit einer Buchlesung, denn Dieter Hormann hat auch schon fünf Bücher mit Kurzgeschichten geschrieben. Ebenfalls wichtig: Mit seinem Clownmuseum hat er in der Leipziger Stadtgeschichte seine Spuren hinterlassen – nun freut sich seit letztem Jahr die Stadt Wien an seiner Sammlung ...Doch, doch – Leipzig hat schon einen guten Ruf in der Welt der Wissenschaft: So traf sind dieser Tage die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Technolog:innen für Radiologie (DGMTR) in der Messestadt und nutzte die Gelegenheit für viele Glückwünsche. Zum Beispiel an die Münsteranerin Claudia Verloh, die mit einer Ehrenmitgliedschaft in der Gesellschaft gewürdigt wurde: Seit vielen Jahren bringt sie ihre Expertise als Fachdozentin mit Schwerpunkt kurative Mammadiagnostik ein und organisiert Fach-, Zertifizierungs- und Refresherkurse für die Akademie für Fort- und Weiterbildung in der Radiologie der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG). Für ihr herausragendes Engagement wurde Claudia Verloh in diesem Jahr zudem mit dem Eugenie-und-Felix-Wachsmann-Preis der DRG ausgezeichnet. Die Deutsche Röntgengesellschaft würdigt damit insbesondere ihren nachhaltigen Beitrag zur radiologischen Weiterbildung und ihre langjährige Lehrtätigkeit. Ebenfalls geehrt wurden in Leipzig Jürgen Wameling aus Münster mit dem MTR-Röntgenpreis 2026 sowie Franziska Fleischmann aus Regensburg mit dem Eugenie-und-Felix-Wachsmann-Preis.