Mit Humor und Lene Voigt
Zum „Gaggaudeddchen“-Wettbewerb warenMädchen und Jungen aus Leipzig, Dresden, Chemnitz und Delitzsch am Start

Sie konnte sich über einen Preis freuen: Die zwölfjährige Lija aus Leipzig.Fotos: T. Thalheim
Leipzig. Das Motto hat Lene Voigt höchstpersönlich vorgegeben: „Habbt ihr was Schwieriches mal vor, geht ran mit Mut und Humor.“ Und diesen Ausspruch haben sich vor kurzem 43 Mädchen und Jungen aus Leipzig, Delitzsch, Dresden und Chemnitz zu Herzen genommen, als es zum 27. Rezitationswettbewerb der Lene-Voigt-Gesellschaft nach Leipzig ging.

Der trägt bekanntermaßen den Titel „Gaggaudebbchen“ (für Nicht-Sächsinnen und -Sachsen „Kakaotöpfchen“) und wartet auf sehr unterhaltsame Weise beherzigten mit von den Schülerinnen und Schülern vorgetragenen Texten, Geschichten und Spielszenen auf. Und das kam bestens an beim Publikum in der Turnhalle der Leipziger Lene-Voigt-Schule – einmal mehr ein Beweis für die Beliebtheit der Mundart.

Amal Klugmann aus Leipzig-Stadtmitte war mit ihren fünf Jahren die jüngste Teilnehmerin – dank der Unterstützung von Oma Bärbel, die ihr beim Lernen des Gedichts sehr geholfen hatte. Und sie erzählt. dass die Oma ihr sehr oft schöne Geschichten vorlese. Und von der Freude darüber, dass ihr Auftritt vorbei ist – vor dem hatte Amal dann doch eine Menge Bammel. „Haste gut gemacht“, lobt ihre Tante Susanne Hase, Lehrerin an der Pestalozzischule in Böhlitz-Ehrenberg,

Diese Schule hatte immerhin auch drei Kinder in den Wettbewerb geschickt. Wobei dieser für alle Kinder eine Überraschung bereithielt – es gab ein Zertifikat und ein Geschenk. Die drei Besten bekamen auch diesmal wieder als ersten Preis ein besonderes, von der Keramikerin Carola Mocker entworfenes und produziertes „Gaggaudebbchen“.

Die Idee zu diesem ganz besonderen Wettbewerb in der Voigt’schen Dichtkunst hatte der Vorstand der Lene-Voigt-Gesellschaft im Jahr 1999: Ausgehend von dem Wettstreit um die „Gaffeeganne“ für Erwachsene entstand das „Gaggaudebbchen für Kinder und Jugendliche. Nunmehr findet dieses alljährlich einmal statt und zwar immer in Leipzig, statt – unter großem Anklang in den Schulen des Freistaats, was die rege Beteiligung zeigte. So waren neben der Leipziger Pestalozzi- und der Lene-Voigt-Schule noch die Valentina-Tereschkowa-Grundschule und die Berufsbildende Schule Lene Voigt aus Chemnitz, die Arthur-Becker-Oberschule aus Delitzsch sowie die neue Walddorfschule und die 62. Oberschule Friedrich Schiller dabei. Deshalb ist die Lene-Voigt-Gesellschaft stolz auf den Erfolg dieses Wettbewerbs, in dem viel Arbeit in der Vorbereitung steckt.

Ach ja: Nicht nur die jungen Künstlerinnen und Künstler sind happy wenn sie von der Bühne gehen – auch die Lehrerinnen und Lehrer die natürlich jeweils mit von der Partie sind, haben immer wieder viele Dankesworte an die Lene-Voigt-Gesellschaft auf ihren Lippen. Klar, zum Schluss gibt es noch eine Kostprobe von Lene Voigt: „Solange noch der Gaffeedobb steht in dr Ofenrähre, find ich die ganze Wäld dibbdobb, da stert mich gee Gemähre.“

und Traudel Thalheim

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