Noch etwas steht schon fest: Das Ariowitsch-Haus soll entsprechend dieser Entscheidung der sächsische Standort der neuen Außenstelle sein. Mit dem Fokus auf Erinnerungskultur ergänzt Yad Vashem die bisherige Arbeit im Ariowitsch-Haus, die sich insbesondere dem jüdischen Leben heute und der Prävention von Antisemitismus widmet. „Wir, die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig, sehen darin eine Anerkennung unserer langjährigen Arbeit zur Bewahrung der Erinnerung, der historischen Verantwortung und der jüdischen Kultur“, erklärt dazu der Direktor des Hauses Küf Kaufmann und ergänzt: „Heute ist es wichtiger denn je, die Erinnerungskultur durch Bildung, Dialog und lebendiges historisches Zeugnis zu vertiefen und zu erweitern.“
Die Idee, ein Zentrum für Holocaust-Bildung in Deutschland zu eröffnen, wurde erstmals 2023 bei einem Treffen zwischen dem Vorsitzenden von Yad Vashem, Dani Dayan, und dem damaligen deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz vorgebracht.
Im September 2025 hatte Yad Vashem das Vorhaben angekündigt, eine Außenstelle in Deutschland zu errichten. Dann wurden Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen als potenzielle Standorte ausgewählt. In der Folge gab es zwei Delegationsreisen von Yad Vashem nach Sachsen und dabei auch nach Leipzig. So geht es weiter: Gemeinsam mit Yad Vashem werden nun die nächsten Schritte besprochen. und red.Infos: www.ariowitschhaus.de