Ein Preis für ein einzigartiges Haus
„Kita meets Hospiz“ von IFB Känguru Leipzig geehrt

Große Freude bei Anna Sophie Fritsche und Frauke Backhaus von IBF Känguru Leipzig: Sie erhielten den Sonderpreis der Town & Country Stiftung um Botschafterin Johanna Bremer (v.l.).Foto: Town & Country Stiftung
Leipzig/Erfurt. Es ist eine Auszeichnung für eine deutschlandweit einzigartige Einrichtung: Das Mehrgenerationenhaus „Kita meets Hospiz“ in Leipzig ist mit dem Sonderförderpreis „Jung trifft Alt – Begegnung, die verbindet“ der Town & Country Stiftung ausgezeichnet worden. Der Preis wurde in Erfurt überreicht und würdigt Projekte, die generationenübergreifende Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt auf besondere Weise leben.

„Diese Auszeichnung berührt uns sehr, weil sie genau das sichtbar macht, was unser Haus besonders macht“, sagen Anna Sophie Fritsche und Frauke Backhaus von IFB Känguru Leipzig als Träger der Einrichtung. Und sie ergänzen: „In unserem Mehrgenerationenhaus begegnen sich Kita Kinder und Hospizbewohnerinnen ganz selbstverständlich bei einem Kaffeekränzchen, gemeinsamen Festen oder kleinen Begegnungen im Alltag. Leben und Sterben liegen dabei nah beieinander und werden nicht ausgeblendet.“ Und so verbinden sich unter dem Dach des Hauses pädagogische Arbeit der Einrichtung mit dem Mehrgenerationengedanken und schafft Räume für Mitgefühl, Offenheit und gelebte Inklusion.

Diese bemerkenswerte Verbindung konnte überzeugen und zwar nicht zuletzt auch das Publikum in Erfurt bei der Vergabe der zwölften Town & Country Stiftungspreise: Für den erstmals vergebenen Sonderförderpreis „Jung trifft Alt“ gingen zusätzlich knapp 70 Bewerbungen ein. Die Jury nominierte daraus zwei Einrichtungen für das Finale der Stiftungsgala – und nach einem Bühnenpitch entschied das Publikum per Live-Voting für das Leipziger Projekt.

Und so kann man sich bei „Kita meets Hospiz“ nun über ein Preisgeld von 10000 Euro freuen – und dafür hat man auch schon eine Verwendung: Damit soll nun ein gemeinsamer barrierefreier Mehrgenerationengarten entstehen. Geplant sind Spiel- und Ruhebereiche, Hochbeete, ein kleines Gewächshaus sowie tiergestützte Begegnungsangebote wie Therapiealpakas oder „Miethühner“ – für ein noch besseres Miteinander.

Denn in diesem Punkt sind sich Anna Sophie Fritsche und Frauke Backhaus einig: „Die Kinder und Familien lernen einen natürlichen, offenen und mitfühlenden Umgang mit dem Tod, während die Bewohnerinnen die Nähe, Lebensfreude und Energie der Kinder erleben. Genau diese Begegnungen schaffen Verständnis, Wärme und Verbundenheit über Generationen hinweg.“ und red./jw

Infos:

www.kaenguru-leipzig.de

Druckansicht