HCL hat Aufstieg selbst in der Hand
Leipzigerinnen nach Top-Wochenende wieder ganz oben

Leipzig. Ein Wochenende nach Maß hat der HC Leipzig erlebt: Die eigenen Hausaufgaben wurden erfolgreich erledigt – mit einem 34:27-Heimsieg über den Bergischen HC. Und weil die TG Nürtingen den Spreefüxxen aus Berlin die Punkte abgejagt hat, haben die Handballerinnen von Cheftrainer Erik Töpfer den direkten Aufstieg in die Bundesliga wieder in der Hand.

„Durch die Berliner Niederlage war klar, dass wir mit einem Sieg wieder auf Platz eins springen können und den direkten Aufstieg wieder in der eigenen Hand haben. Das hat uns noch mal einen Funken Zusatzmotivation gegeben“, sagte der HCL-Coach. Ja, in dem Topspiel zwischen den (Nun-Wieder-)Verfolgerinnen aus Nürtingen und Berlin behielten die ersteren vor heimischen Publikum bereits am Vortag mit 32:30 die Oberhand. Eine Vorlage, die der HCL zu nutzen verstand, hält Erik Töpfer fest: „Unsere stabile Abwehr und Nele Kurzke im Tor, die sehr stark gehalten hat, haben am Ende den Ausschlag gegeben. So konnten wir etwas befreiter im Angriff aufspielen. Das haben wir gut gemacht. Wichtig ist, dass wir nun auch die letzten beiden Spiele gewinnen.“

Und genau dann kann überhaupt nix mehr anbrennen: Mit 47 Pluspunkten und einem deutlich besseren Torverhältnis rangieren die Leipzigerinnen auf dem Spitzenplatz – das wäre dann der direkte Aufstieg in die Bundesliga. Und auf dem Papier klingt dies alles – nun ja – machbar: Am Sonntag, 24. Mai, muss man um 16 Uhr zum Liga-Schlusslicht TuS Lintfort (wobei es – wichtige Zusatzinfo – für die auch nur noch um Ruhm und Ehre geht, da es in dieser Spielzeit keine Absteigerinnen in der zweiten Liga gibt).

Und am Samstag, 30. Mai, könnte dann aus der „Brüderhölle“ eine blau-gelbe Partyzone werden: Holt man ab 18 Uhr gegen den 1. FSV Mainz 05 den zweiten Sieg, dann darf man ein einzigartiges Comeback bejubeln. Nach dem tiefen Fall des Vorzeigeteams mit der Insolvenz im Jahr 2017, der mit dem Spielrecht der zweiten Mannschaft in der dritten Liga endete, kehrt der Handballclub Leipzig damit auf die ganz große Handball-Bühne zurück – was dann wiederum Sportgeschichte schreiben würde. Und zwar nicht nur im Leipziger Maßstab, wohlgemerkt ... und red./jw

Infos: www.hc-leipzig.de

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