Nonnenstraße fürs Bike
Ökolöwe macht sich Umgestaltung stark

Von der „normalen“ Straße zur Fahrradstraße: So sieht nach den aktuellen Plänen der Stadt Leipzig die Zukunft der Nonnenstraße in Plagwitz aus. Nun schaltet sich der Verein Ökolöwe Leipzig ein und fordert: Ohne bauliche Umgestaltung bleibe die Maßnahme wirkungslos.

Grundsätzlich wird das Vorhaben begrüßt – auch wenn es zunächst noch einmal in den Herbst 2026 verschoben wurde. Aus gutem Grund allerdings: Die Karlbrücke in der Industriestraße wird ja später fertig als ursprünglich geplant. Doch dem Ökolöwen geht die Planung noch nicht weit genug: „„Leipzigs Fahrradstraßen sind oft nur Schilder am Straßenrand – sie machen den Verkehr weder für Menschen auf dem Rad noch für Autofahrende sicherer. Die Nonnenstraße darf kein weiteres Alibi-Projekt werden“, betont Ökolöwen-Sprecher Matthias Uhlig.

Nach Ansicht des Leipziger Vereins müssten fünf Punkte für eine echte Fahrradstraße umgesetzt werden: Zum einen auffällige Fahrbahnmarkierungen und klar erkennbare Bereiche für den Radverkehr; weiterhin einen Sicherheitsstreifen von mindestens 75 Zentimetern zu parkenden Autos gegen Dooring-Unfälle, eine Diagonalsperre auf Höhe der Ernst-Mey-Straße zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs sowie eine verschwenkte Fahrbahn und versetzte Park- und Lieferzonen im westlichen Abschnitt bis zur Einmündung Weißenfelser Straße. Zu guter Letzt sei eine blau-grüne Infrastruktur mit Straßenbäumen, Pflanzbeeten und wasserdurchlässigem Belag notwendig. „Leipzig hat aktuell nur 7,8 Kilometer Fahrradstraßen – bis 2030 sollen es laut Radverkehrsentwicklungsplan 71 Kilometer werden. Die Nonnenstraße ist ein entscheidender Prüfstein dafür, wie ernst es die Stadt mit diesem Ziel meint“, erklärt Matthias Uhlig abschließend. und red./jw
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