Aber ein gleichzeitig vertrautes wie lange vermisstes Geräusch erfüllt nunmehr wieder zumindest Teile der wichtigen Straße im Leipziger Südwesten – das Geräusch einer fahrenden Straßenbahn. Denn mit dem Betriebsstart des neuen Gleisdreiecks zum Rückwärtswenden von Bahnen an der Radrennbahn kehren nach knapp zwei Jahren diese auf die Dieskaustraße zurück: Die Linie 3 fährt bis zur Haltestelle Kleinzschocher/Kötzschauer Straße.
Das Gleisdreieck ersetzt die enge Gleisschleife in der Pörstener-, Kötzschauer- und Luckaer Straße: Endend als Stumpfgleis, ein nur einseitig befahrbares Gleis zum Wenden, ist das Ingenieurbauwerk 56 Meter lang, fünf Meter breit und an seiner höchsten Stelle 3,5 Meter hoch. Wenn die Baumaßnahme insgesamt abgeschlossen ist, soll das neue Gleisdreieck nur im Störungsfall oder bei Veranstaltungen genutzt werden.
„Die anstrengende Bauphase hat sich gelohnt: Zusätzlich zur erneuerten Infrastruktur gibt es nun erstmals eine sichere Querungsmöglichkeit durch eine Fußgängerampel und beidseitig Radverkehrsanlagen entlang der Straße“, erklärt Leipzigs Baubürgermeister Thomas Dienberg: „Auch Sitzbänke und Bäume machen den Aufenthalt in der Dieskaustraße viel angenehmer. Die neugestaltete Stichstraße im Bereich der Johannes-Kepler-Schule zeigt, dass die gesamte Baumaßnahme auch ein sicheres und attraktives Wohnumfeld geschaffen hat.“ Die ganz schön große Großbaustelle im Südwesten von Leipzig ist damit aber noch lange nicht abgeschlossen – so geht es gleich um die Ecke weiter, genauer gesagt in der Windorfer Straße: Die ist bis Mitte Juni zu und zwar ab der Kurve Radrennbahn bis zur Kreuzung zur Dieskaustraße. Der Verkehr wird in beiden Richtungen über die Dieskaustraße – Schwartzestraße – Windorfer Straße – Altranstädter Straße umgeleitet.
Und der Blick auf den Baustellen-Fahrplan zeigt: Na ja, die Hälfte ist geschafft. Der im Februar 2026 begonnene Bauabschnitt zwischen Huttenstraße und Anton-Zickmantel-Straße sowie zwischen Kunzestraße und Bismarckstraße soll voraussichtlich im März 2027 abgeschlossen sein. Anschließend beginnt der Bauabschnitt 2027 zwischen Anton-Zickmantel-Straße bis Kunzestraße und Bismarckstraße bis Radrennbahn. Planmäßig sollen im Frühjahr 2028 alle Bauleistungen und Pflanzungen im Gesamtprojekt abgeschlossen sein. und red./jw