Im Gepäck haben die beiden Ensembles festliche Kantaten mit außergewöhnlich farbiger Instrumentierung – diese Musikstücke stammen aus der beeindruckenden Sammlung Jacobi der Fürsten- und Landesschule Grimma und zeigen die Experimentierfreude von mitteldeutschen Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts. Mit Werken von Johann Ernst Spahn, Friedrich Wilhelm Zachow, Johann Melchior Molter und Christian August Jacobi entführen die Ensembles in eine opulente Klangwelt mit Gesang und Orchester.
Der Hintergrund: Mitteldeutschland war im 17. und 18. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum der Kirchenmusik, in dem festliche Kompositionen zu feierlichen Anlässen erklangen. Neben den Hofkapellen der Fürstenhöfe entwickelte sich auch in kleineren Städten eine reiche Musikkultur, die sich oft in den festlichen Kantaten widerspiegelte. Diese Werke wurden zu besonderen Anlässen wie hohen kirchlichen Feiertagen oder Jubiläen aufgeführt und zeugen von einer tief verwurzelten Tradition, die sich sowohl auf die lutherische als auch auf die europäische Praxis festlicher Repräsentationsmusik stützte. und red.