Tiefe Einblicke am 11. Mai
Zum Tag der Frauenarchive lädt auch das Louise-Otto-Peters-Archiv zum Besuch

Leipzig. Der Montag, 11. Mai, ist der Tag der Frauenarchive: An diesem Tag öffnen viele Einrichtungen ihre Türen – so auch das Louise-Otto-Peters-Archiv (LOPA) in Leipzig. Besuchen kann man es von 13 bis 17 Uhr.

Archivmitwirkende berichten über die Anfänge des 1997 gegründeten Archivs und gewähren Einblicke in die ehrenamtlich geführte Archivarbeit vor Ort. Im Zentrum des LOPA stehen Leben und Werk der demokratischen Schriftstellerin, Journalistin und Frauenpolitikerin Louise-Otto-Peters (1819-1895), die Gründungsgeschichte des Allgemeinen deutschen Frauenvereins und das Wirken seiner Protagonistinnen.

Zudem werden Einblicke in aktuelle und vergangene Projekte gewährt: So wird beispielsweise ein Erklärfilm über die erste gesamtdeutsche Frauenkonferenz von 1865 in Leipzig gezeigt. Dieser entstand 2025 in Zusammenarbeit mit einer Animationskünstlerin. Zur Frauenkonferenz 1865 wurde außerdem ein Hörspiel produziert, welches vor Ort angehört werden kann. Das 2022 gestartete fem/pulse-Projekt widmet sich seit dem vergangenen Jahr im Podcast „Unüberhörbar“ jüdischen Frauen in der ersten Frauenbewegung.

Im aktuellen DDF-Projekt werden feministische Archivpraxis und Wissenstransfer veranschaulicht. Dies geschieht am Beispiel der ab 1866 herausgegebenen Zeitschrift „Neue Bahnen“, dem Organ des ADF, zu der im LOPA seit den 90er Jahren ein analoges Personen-, Orts- und Schlagwortregister existiert. Dieses Vorhaben ist Teil der Projekte des Digitalen Deutschen Frauenarchivs.

Der Tag der Frauenarchive ist eine Initiative des i.d.a.-Dachverbandes deutschsprachiger Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und Dokumentationsstellen. Die Abkürzung i.d.a. steht für informieren, dokumentieren und archivieren.

Infos: www.louiseottopeters-gesellschaft.de

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