Echt eigenwillig
In der Musik-Reihe Bells Echo gastieren am 15. Mai Ellen Arkbro und Lukas De Clerk in der Evangelisch Refomierten Kirche

Zu Gast bei Bells Echo in Leipzig: Ellen Arkbro.Foto: Victoria Loeb
Leipzig. Am Freitag, 15. Mai, ist wieder Zeit für experimentelle Musik bei der Reihe Bells Echo: Im minimalistischen, warmweißen Innenraum der Evangelisch Reformierten Kirche zu Leipzig sind ab 20 Uhr Ellen Arkbro und Lukas De Clerck zu Gast.

Eigenwillige, tiefgreifende Klangexperimente auf der Orgel: Damit wird die schwedische Musikerin Ellen Arkbro aufwarten. Schwelgerische Texturen ändern sich mit zurückhaltenden Bewegungen, die sich bisweilen in Reibungen entladen. Vereinnahmend, stimmungsvoll und traumhaft sind Arkbros Klangexperimente – so etwa auch ihre jüngste Veröffentlichung „Nightclouds“ (2025), bei der sie sich einerseits von geistlicher Musik inspirieren ließ, und andererseits mit dem kraftvollen Instrument, der Orgel, ganz feine Hörerfahrungen schafft. . Davor wird der belgische Künstler Lukas De Clerck den Aulos zum Klingen bringen. Er widmete sich dem antiken Rohrblattinstrument, um dessen besonderes Dröhnen, das bisweilen einem verspukten Singen gleicht, neu zu beleben. Seine letzte Veröffentlichung „The Telescopic Aulos of Atlas“ erschien 2024 bei Stephen O’Malley (bekannt von Sunn O)))) Label Ideologic Organ.

Bells Echo ist seit über 10 Jahren ein fester Bestandteil der experimentellen Musikszene Leipzigs und bekannt dafür, Raum, Sound und visuelle Elemente einmalig zu verschmelzen. Am Anfang war die Idee experimentelle Musik lokaler Künstlerinnen und Künstler, die sonst nur kleine Nischen erreicht, in große Räume zu bringen. Inzwischen holt die Reihe auch namhafte internationale Künstlerinnen und Künstler, die vielleicht nie in Leipzig auftreten würden, in besondere Spielstätten. und red./jw

Infos: www.bellsecho.com

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