Laut Amt für Umweltschutz werden seit 2019 an allen offiziellen Messstationen die Grenzwerte für Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid zuverlässig eingehalten. Auch aktuelle Prognosen bestätigen: Die Werte bleiben auch ohne Umweltzone deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben. Deshalb erklärt Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal: „Mit dem künftigen Wegfall der Umweltzone, wie wir sie heute kennen, setzen wir auf primär auf zielgerichtete Maßnahmen an besonders belasteten Orten, um auch den kommenden Anforderungen gerecht zu werden.“
Kurzer Rückblick: Die Umweltzone in Leipzig gilt seit 2011. In den Jahren bis 2016 wurde ihre Wirkung vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung Leipzig unter Beteiligung der Stadt Leipzig wissenschaftlich untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchungen: Die Umweltzone hat insbesondere die Belastung durch ultrafeine Partikel messbar verringert und damit die Luftqualität sowie den Gesundheitsschutz in Leipzig deutlich verbessert.
Unter den heutigen Bedingungen leistet die Umweltzone jedoch nur noch einen sehr geringen Beitrag zur Luftreinhaltung. Das zeigen Modellrechnungen der Stadt Leipzig. Da die rechtlichen Voraussetzungen für ihre Beibehaltung nicht mehr gegeben sind, wird die Umweltzone im Rahmen der anstehenden Fortschreibung des Luftreinhalteplans in ihrer derzeitigen Form aufgehoben.
Gleichzeitig richtet sich der Blick in die Zukunft: Ab 2030 treten in der EU deutlich strengere Grenzwerte in Kraft, die bis Ende 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden müssen. Erste Modellrechnungen deuten darauf hin, dass diese Vorgaben nicht an allen Straßenabschnitten in Leipzig eingehalten werden könnten. Die Stadt befasst sich daher bereits jetzt mit geeigneten Maßnahmen, um auch künftig eine Luftqualität unterhalb der Grenzwerte zu gewährleisten