Mit Musik und Literatur

Grimma. Zu einem musikalisch-literarischen Spätnachmittag wird am Freitag, 30. Oktober, in die Rathausgalerie Grimma geladen: Zu Gast ist ab 17 Uhr die Schauspielerin Sibylle Kuhne mit dem Programm „Zur Heimat erkor ich die Liebe“.

Dafür hat sie Gedichte und Texte jüdischer Autorinnen und Autoren vor allem in aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgewählt – darunter sind Werke von Else Lasker-Schüler, Rose Ausländer, Mascha Kaléko und Itzik Manger. Die Texte handeln von Ruhe- und Heimatlosigkeit, aber auch von Liebe, Angst und Glücksmomenten. Das außergewöhnliche, literarische Programm wird musikalisch von der ukrainischen Violinistin Svetlana Yudelevych mit jiddischer Musik umrahmt. Der Veranstaltungsraum in der Rathausgalerie ist barrierefrei.

Im Anschluss an das etwas 75-minütige Programm besteht die Möglichkeit zum Gespräch. Auch die aktuelle Ausstellung der lettischen Künstlerin Kate Kalniete ist an dem Abend zu sehen.

Im Vorfeld des 9. November fügt sich dieser literarische Höhepunkt ein in die jährliche Tradition des Gedenkens in Grimma, wo seit 2009 die verlegten Stolpersteine aus Anlass des Jahrestages der Reichspogromnacht geputzt, mit Kerzen und Rosen versehen und damit immer wieder in das gesellschaftliche Gedenken geholt werden.

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