Ferien im Zeichen des Turnens
Trainingslager vom Falkenhainer SV lockte mehr als 90 Kinder zur Grundschule im Lossatal

Eine richtig sportliche Ferienwoche erlebten rund 90 Kids aus der gesamten Region in der Oberschule im Lossatal - Schwimmbad-Besuche inklusive!Foto: privat
Lossatal-Falkenhain. Da war mal wieder eine Menge los auf dem Gelände der Oberschule im Lossatal – Ferienzeit hin oder her: Denn einmal mehr stand das Trainingslager der Abteilung Geräteturnen des Falkenhainer SV für turnbegeisterte Mädchen und Jungen auf dem Programm. Mehr 90 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren sowie 40 Trainer und Betreuer waren bei dieser sportlichen Ferienwoche am Start.

Und die kamen aus der ganzen Region – aus Leipzig und Riesa, aus Ludwigslust und Machern sowie natürlich aus Falkenhain. Das große Abenteuer begann am Sonntagnachmittag mit dem Zeltaufbau und dem Einrichten der Schlafplätze. Klar, dass dabei schon erste Bekanntschaften gemacht wurden.

Nach der Einteilung in die verschiedenen Trainingsgruppen ging es zur ersten gemeinsamen Veranstaltung ins Sportzentrum im Lossatal. Bei den menschlichen Pyramiden war nicht nur Geschick gefragt: Vor allem musste man sich aufeinander verlassen können. So war das Eis schnell gebrochen.

In den folgenden Tagen wurde fleißig trainiert. Neben dem Gerätturnen gehörte auch das Tanzen zum Programm. Zwischendurch sorgten verschiedene Gruppenspiele für Abwechslung und gute Laune. Besonders bei „Mensch ärgere dich nicht“ als Fitness-Programm und beim Wikinger-Schach war der Ehrgeiz schnell geweckt. Hier zeigte sich, dass nicht immer die sportlich Stärksten gewinnen, sondern oft das beste Team.

Nach dem Training wartete die wohlverdiente Abkühlung. Mehrmals führte der Weg nach Böhlitz oder Schildau ins Freibad. Bei sommerlichen Temperaturen waren die Becken natürlich besonders beliebt. Und wie jedes Jahr ließ sich auch Neptun nicht lange bitten. Mit seinem Besuch sorgte er dafür, dass einige der jungen Teilnehmer unfreiwillig Bekanntschaft mit seinem Reich machten.

Doch nicht nur tagsüber gab es viel zu erleben. Jeder Abend hatte sein eigenes Programm. Rund ums Lagerfeuer wurde am Montag Knüppelkuchen gebacken, am Dienstag hieß es „Film ab“ beim Kinoabend in der Halle. Am Mittwoch wurde es spannend: Die traditionelle Nachtwanderung stand an und führte die Teilnehmer durch die Dunkelheit. Für viele war das einer der Höhepunkte der Woche. Zum Abschluss der gemeinsamen Abende wurde am Donnerstag noch einmal richtig gefeiert. Bei der Disco hielt es kaum jemanden auf den Sitzen. Wer zwischendurch Lust auf etwas ganz anderes hatte, konnte an zwei Tagen bei einem freiwilligen Robotik-Angebot tüfteln und experimentieren.

Am Freitag wartete schließlich die große Hallenolympiade. In ihren jeweiligen Gruppen mussten die Kinder verschiedene Aufgaben bewältigen und möglichst viele Punkte sammeln. Dabei waren Schnelligkeit, Geschicklichkeit und vor allem Zusammenarbeit gefragt. Nach dieser versammelten sich alle noch einmal zum gemeinsamen Gruppenfoto. Dann kam der Moment, der jedes Trainingslager irgendwann erreicht: die Zelte mussten wieder verschwinden.

Zum Abschluss präsentierten die Kinder ihren Eltern die während der Woche einstudierten Tänze. Danach wurde zusammengepackt und die Heimreise angetreten. Hinter ihnen lag eine anstrengende, aber vor allem erlebnisreiche Woche. Viele neue Bekanntschaften, gemeinsame Erlebnisse, sportliche Fortschritte und jede Menge lustige Geschichten werden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Dass eine solche Ferienwoche stattfinden kann, ist der Unterstützung vieler Menschen und Unternehmen aus der Region zu verdanken. Und ein Dankeschön geht auch an das Jugendamt Borna für die Bereitstellung der Fördermittel sowie bei der Oberschule und an die Gemeinde für die kostenlose Nutzung des Schulgeländes. Ein ganz besonderer Dank gilt den Küchenfrauen Liane Kramer, Brigitte Krause, Brigitte Siegismund und Elke Manderscheid. Sie sorgten die gesamte Woche dafür, dass niemand hungrig vom Tisch aufstehen musste.

Nach dem Lager ist vor dem Lager – und deshalb freut man sich bereits jetzt auf die nächste gemeinsame Woche. Denn eines ist sicher: In Falkenhain wird auch im kommenden Jahr wieder geturnt, getanzt, gelacht und gemeinsam erlebt!

und Hannah Kretzschmar
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