Blick hinter verschlossene Türen
Titelgeschichte: Am 13. September lädt der Tag des offenen Denkmals zu Führungen, Ausstellungenund Besuch von historischen Orten in Grimma und Wurzen ein

Alexander Pfeiffer an der Trompete und Frank Zimpel an der Orgel laden am Sonntag zum Konzert in die Dorfkirche nach Leulitz. Foto: privat
Wurzen. Wurzen macht am Tag des offenen Denkmals Türen auf, die sonst zu bleiben: Am Sonntag, 13. September, lädt das Kulturhistorische Museum Wurzen zu einer besonderen Baustellenführung ein. Treffpunkt ist von 10 bis 12 Uhr das Museum in der Domgasse 2.

Die Tour beginnt direkt auf der Baustelle des Museums. Besucher erhalten exklusive Einblicke in den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten und erfahren, wie sich das Haus künftig präsentieren soll – inklusive erster Ideen zur neuen Dauerausstellung.

Anschließend geht es zu Fuß weiter zum Kulturhaus Schweizergarten, ebenfalls eine aktive Baustelle. Dort wird gezeigt, welche Arbeiten bereits abgeschlossen sind und was in den nächsten Bauabschnitten geplant ist. Zum Abschluss führt der Rundgang zum Ringelnatz-Geburtshaus, das im Anschluss auf eigene Faust erkundet werden kann .

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Auch in und um Grimma öffnen viele Denkmale ihre Pforten für Besucher. Unter dem Motto „Netzwerke: Denkmale und Infrastruktur“ gibt es spannende Einblicke in Architektur, Geschichte und heutige Nutzung. Besonders sehenswert ist die frisch restaurierte Mauerlaube in der Paul-Gerhardt-Straße. Auch das Stadtgut Grimma, die Sankt Georgenkapelle, das Jagdhaus und Rittergut Kössern, der Schlosshof Döben, die Wassermühle Höfgen, der Vierseithof Bröhsen sowie das Ringheiligtum Göttwitz beteiligen sich am Programm. In der Regel sind die Türen von 10 bis 17 Uhr geöffnet, außerdem laden der Wilhelm-Ostwald-Park und weitere Ausstellungsorte zum Besuch ein.

Wer es lieber geführt mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten: Um 13 Uhr startet eine kostenpflichtige Führung an der Klosterruine Nimbschen. Im Jagdhaus Kössern warten unterhaltsame Barockgeplauder-Führungen, und am Ringheiligtum Göttwitz informieren Experten über die archäologische Fundstätte.

Auch kulturell hat der Tag viel zu bieten: In den Grimmaer Galerien sind die Ausstellungen „Beständigkeit – Aspekte der Sammlung“, „Kate Kalniete – Malerei, Grafik“ sowie „Gedichtetes und Gestreiftes“ des Kunst- und Fotovereins Grimma zu sehen. Im Stadtgut zeigt eine Dauerausstellung die Geschichte Grimmas und der Muldenhochwasser, ergänzt durch historische Puppenstuben.

Der Polenzer Verein Einigkeit 4 bietet am Sonntag auf seinem Vierseithof von 9 bis 13 Uhr Hausführungen an. Um 15 Uhr beginnt das 150. Hauskonzert und 17 Uhr lädt der Verein zu einem Vortrag über die Geschichte des Hofes ein.

Zum Tag des offenen Denkmals öffnen sich auch die Türen der Leulitzer Dorfkirche. Mit ihrem maroden Charme im Kirchenraum strahlt das Bauwerk Ruhe und Geborgenheit aus. Man setzt sich gern auf eine der ehrwürdigen Holzbänke für einige Minuten zum Verweilen und Innehalten.

Ab 10 Uhr werden Führungen zur Historie des Bauwerkes angeboten. Die Ausstellung „Weisheiten an der Wäscheleine“ versammelt Wahrheiten aus vielen Epochen. Eine Auswahl von aktuellen Friedensplakaten Brandenburger Künstler wird zu sehen sein. Der Tag wird ab 19.30 Uhr mit einem Konzert des Duo Presto aus Leipzig seinen Abschluss finden. Alexander Pfeiffer an der Trompete und Frank Zimpel an der Orgel entführen die Gäste auf eine musikalische Weltreise mit Werken von Barock bis Romantik.

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