Am Sonnabend, 19. September, startet um 13 Uhr die Führung „Handwerk anno dazumal“. Gästeführerin Martina Hättasch schlüpft dafür in die Rolle der Magd Marthe und entführt ihre Gäste in die laute, derbe und bisweilen ziemlich schmutzige Welt des Mittelalters. Überall wurde damals gehämmert, geschmiedet, gegerbt, gebacken und gehandelt
Auf dem rund zweistündigen Rundgang erzählt Marthe, welche Handwerksberufe es im mittelalterlichen Grimma gab und wo sich ihre Werkstätten befanden.
Sie berichtet von den Menschen hinter den alten Berufen, ihrem Arbeitsalltag und davon, welchen Stellenwert Handwerker in der damaligen Stadtgesellschaft hatten. Geschichte wird dabei nicht nur erzählt, sondern lebendig gemacht. Dass Grimma im späten Mittelalter mit mehr als 2000 Einwohnern zu den größeren und politisch bedeutenden Städten Sachsens gehörte, ist vielen heute kaum bekannt. Handel und Handwerk bildeten die Grundlage des städtischen Lebens. Fleischer, Bäcker, Töpfer, Böttcher und Eisenhandwerker versorgten die Bevölkerung vor Ort, während die Grimmaer Tuchmacher sogar weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt waren.
Die Stadtführung kann gebucht werden unter www.grimma.de. Der Rundgang kostet 10 Euro.