Diakonie begrüßtneue Azubis
So begann für sieben Azubis der Diakonie Leipziger Land ihr Ausbildungsstart

Ein junger Auszubildender der Diakonie testete den Alterssimulationsanzug.Foto: Diakonie Leipziger Land
Grimma. Bei der Diakonie Leipziger Land wurde am 1. September Schulanfang gefeiert – auf besondere Art. Sieben junge Menschen versammelten sich im Garten der Geschäftsstelle am Grimmaer Bockenberg, um ihre Ausbildung zu beginnen. Los ging es nicht mit trockenen Formalitäten, sondern mit einer Andacht und der Bitte um Gottes Segen für einen guten Start.

„Wir freuen uns, dass wir die nächsten drei Jahre den Weg gemeinsam gehen“, sagte Personalleiterin und stellvertretende Geschäftsführerin Antje Landgraf. Sie riet den Nachwuchskräften zu einer guten Mischung aus Fachwissen, Empathie und Freude an der Arbeit – damit ließen sich auch schwierige Momente im Berufsalltag leichter meistern. Fachbereichsleiterin Kathrin Beyer wünschte den Auszubildenden „Mut zum Neustart mit Rückenwind von Gott“.

Begleitet wurde die kleine Feier von den Praxisanleiterinnen, die den Neuankömmlingen in den kommenden Jahren mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sechs der sieben jungen Menschen starten eine Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann, eine weitere Auszubildende wird Kauffrau im Gesundheitswesen.

Zu den angehenden Pflegekräften gehört Lilli Schüle. Den Ausschlag für ihre Berufswahl gab ein Praktikum bei der Sozialstation Muldental-Grimma. Dort merkte sie schnell: Helfen zu können, ist genau ihr Ding. Zusätzlich habe sie das Team überzeugt – „wunderbar und übelst lieb“, wie sie es beschreibt.

Zum Empfang bekamen alle Auszubildenden ein Kärtchen mit der Aufschrift „Schön, dass Du da bist“ und durften anschließend den Zuckertütenbaum leer pflücken. Nach den ersten organisatorischen Informationen für den Ausbildungsstart stand noch ein besonderer Programmpunkt an: ein Alterssimulationsanzug. Wer sich traute, konnte damit hautnah erleben, wie sich steife Gelenke, Schwerhörigkeit und eingeschränktes Sehen im Alltag anfühlen. Für die künftigen Pflegekräfte eine praktische Lehrstunde in Empathie – und ein passender Einstieg in einen Beruf, in dem genau dieses Verständnis später gefragt sein wird.

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