Neue Anlaufstellen für Ehrenamtliche
Freistaat fördert regionale Engagementzentren mit bis zu 50 000 Euro jährlich – Anträge noch bis 7. September möglich

Landkreis Leipzig. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, steht in vielen sächsischen Landkreisen bislang vor einem Problem: Ansprechpartner und konkrete Informationen sind schwer zu finden.

Das soll sich ändern. Das Sächsische Sozialministerium fördert künftig Regionale Engagementzentren in fünf Landkreisen als Modellprojekte – und sucht noch bis zum 7. September Bewerber.

Die Idee dahinter ist einfach: Wer mitmachen will, soll schnell und unkompliziert wissen, wo Helfer gesucht werden und wie der Einstieg gelingt. Die Engagementzentren sollen als Vermittler zwischen Interessierten, Vereinen, Kommunen und regionalen Unternehmen fungieren. Besonders im Blick: Menschen, die sich bisher kein Engagement zugetraut haben oder schlicht zu wenig darüber wussten, was möglich ist.

Sozialministerin Petra Köpping betont die gesellschaftliche Bedeutung des Vorhabens: „Freiwilliges Engagement ermöglicht Teilhabe und stärkt das Gemeinwesen in den Kommunen. Wer sich engagieren möchte, sollte unkompliziert Ansprechpartner und Informa­tionen finden.“

Gefördert werden innovative Ansätze, die verschiedene Alters- und Zielgruppen ansprechen. Pro Engagementzentrum stehen bis zu 50.000 Euro pro Kalenderjahr bereit. Anträge können ab sofort bei der ­Sächsischen Aufbaubank (SAB) eingereicht werden. Die Projektlaufzeit ist auf zwei Jahre angelegt – von Januar 2027 bis ­Dezember 2028.

Hinter dem Programm steckt eine Kooperation aus drei ­Partnern: das Sächsische So­zialministerium, die Deutsche ­Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) und die ­Engagementstiftung Sachsen. Auch die DSEE plant, mit Bundes­mitteln ähnliche ­Einrichtungen in ländlichen Gebieten Sachsens zu unterstützen. Die Modell­projekte sollen gemeinsam ­fachlich begleitet werden.

Alle Informationen zum Antragsverfahren finden sich auf der Seite der SAB unter: sab.sachsen.de.

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