Der Umzug der „Seesterne“ war nötig geworden, nachdem ein Wasserschaden deren Domizil in der Melanchthonstraße lahmgelegt hatte. Hilfe kam unter anderem von der Kita „Regenbogen“, deren Erzieherinnen kurzerhand die gerade neu eingerichtete Bücherei sowie ein weiteres Zimmer freiräumten und ein wenig zusammenrückten. „Wir wurden sehr freundlich empfangen und haben uns von Anfang an wohlgefühlt“, sagte „Seestern“-Leiterin Alice Beyer. Das christliche Profil des Gastkindergartens war für sie und ihr Team ungewohnt, aber sehr bereichernd. Zum Beispiel nehmen sie die Idee des singenden Morgenkreises als „schöne Eröffnung“ mit nach Hause, dazu viele Lieder und Spielideen. Eine Kinderbibel sei auch schon besorgt.
Umgekehrt haben auch die Gastgeberinnen dank der guten Zusammenarbeit wertvolle Anregungen bekommen, etwa bei der Techniknutzung für den Elternkontakt. „Hilfreich war auch der Austausch über den Umgang mit schwierigen Situationen, Entwicklungsgespräche oder das Thema Vorschule“, erläutert Michaela Engelmann, die stellvertretende Leiterin des „Regenbogens“.
So haben beide Seiten von der Gemeinschaft auf Zeit profitiert. Wenn Menschen und Kitas zusammenrücken, kann eben auch aus Notlagen am Ende etwas Gutes. Vielleicht bleibt ja etwas von dem aufblühenden Kontakt erhalten. Beim großen Wiedereinzugsfest der „Seesterne“ ist der „Regenbogen“ natürlich mit dabei.