Als die Flut kam, packten die Grimmaer mit an
Fünf Jahre nach der Katastrophe im Ahrtal erinnert eine ARD-Dokumentationan die Helfer – darunter Sören Müller aus Grimma

Grimma/Ahrtal. Fünf Jahre ist es her, dass das Ahrtal in der Flutnacht versinkt. Häuser werden weggespült, Menschen verlieren alles – ihre Existenz, ihr Zuhause, manchmal ihre Angehörigen. Doch mitten in der Katastrophe machen sich Helfer aus ganz Deutschland auf den Weg. Auch aus Sachsen. Auch aus Grimma.

Sören Müller ist bei der Freiwilligen Feuerwehr in Grimma aktiv. Als die Nachrichten über das Ausmaß der Flut im Ahrtal die Runde machen, zögert er nicht lange. Gemeinsam mit Kameraden fährt er ins Katastrophengebiet – pumpt Keller aus, schleppt Schutt, hilft, wo er kann. Was ihn dabei antreibt: Er weiß selbst, wie es sich anfühlt, wenn das Wasser kommt. Grimma wurde mehrfach von schweren Hochwassern heimgesucht. Diese Erfahrung macht ihn zu mehr als einem Helfer – sie macht ihn zu jemandem, der versteht.

Die ARD hat Sören nun porträtiert. In der Dokumentation des Formats „Bundesvibe“ steht er stellvertretend für viele freiwillige Helferinnen und Helfer, deren Einsatz bis heute nachwirkt. Denn im Ahrtal ist fünf Jahre später nichts wirklich vorbei: Bürokratische Hürden, wirtschaftliche Unsicherheit und psychische Belastungen begleiten die Betroffenen weiterhin. Der Film fragt, wie Menschen aus Verlust und Trauer wieder Kraft schöpfen – und findet Antworten bei Franziska, die ihren zerstörten Familienbetrieb neu aufgebaut hat, bei Rebecca, die mit dem Kunstprojekt „MalZirkus“ Kindern hilft, Traumata zu verarbeiten – und bei Sören aus Grimma, der einfach anpackte.

Nachschauen: www.1.ard.de/nach_der_Flut-Bundesvibe

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