Tanya Preminger, 1944 im russischen Taganrog geboren, zählt heute zu den bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauerinnen Israels. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie an der renommierten Surikow-Kunstakademie in Moskau. 1972 zog sie nach Israel, wo sie seitdem lebt, arbeitet und lehrt. Bekannt ist sie vor allem für ihre Land-Art-Projekte und großformatigen Steinskulpturen, doch auch Installation und Fotografie gehören zu ihrem Repertoire.
In ihrer Arbeit lässt sie sich von Pionieren der Land Art wie Michael Heizer und Robert Smithson inspirieren – verleiht dem aber eine ganz eigene, deutlich feministische Handschrift. Besonders charakteristisch: Preminger bezieht ihr Publikum aktiv ein, nicht nur als Betrachter, sondern als Mitgestalter. Ihre Kunst lädt ein zum Mitmachen, zum Mitdenken.
Das Ergebnis eines langen, internationalen Künstlerinnenlebens ist beachtlich: Preminger hat an über 130 Skulpturensymposien und Wettbewerben weltweit teilgenommen. Ihre Werke stehen in Israel, Russland, Frankreich, China, Japan, Deutschland und vielen weiteren Ländern. 2007 gründete sie die Green Gallery in Israel, die sie bis heute als Kuratorin leitet. 2022 wurde sie mit dem Arik-Einstein-Preis für ihr herausragendes Lebenswerk geehrt.
Den persönlichen Bezug zu Sachsen stellte sie im Frühjahr dieses Jahres her: Als Artist in Residence war Preminger im April und Mai im Künstlergut Prösitz zu Gast. Die nun reisende Dokumentationsausstellung ist das sichtbare Ergebnis dieser Begegnung.
In Grimma ist die Ausstellung vom 1. bis 30. August zu sehen, jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Die Vernissage findet am Samstag, dem 1. August, um 15 Uhr statt.
Am 21. August lädt die Hospitalkapelle zudem um 19 Uhr zum Evas Leseclub mit einer musikalischen Lesung aktueller Jugendbücher ein. Wer die Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten besuchen möchte, kann unter 0176 51456597 einen Termin vereinbaren.
Nach Grimma geht die Wanderausstellung weiter: Station macht sie noch im Museum Alte Lateinschule Großenhain (11. September bis 11. Oktober), in der Wenceslaikirche Wurzen (16. Oktober bis 15. November) sowie abschließend wieder im Künstlergut Prösitz (16. November bis 12. Dezember).