Grimma.
Das Spielschiffmuseum in Mutzschen zeigt im Sommer eine neue Sonderausstellung zur Geschichte der Wild-West-Figuren. Die beliebten Wild-West-Figuren stammen ursprünglich aus Deutschland. Ab etwa 1910 stellten die Firmen Elastolin Hauser in Thüringen und Lineol in Brandenburg Figuren aus einer Masse aus Kreide, Kaolin und Leim her. In Mengersgereuth-Hämmern fertigten zudem zahlreiche Heimarbeiter Massenfiguren. Jeder hatte dabei sein eigenes Geheimrezept, um die Figuren besonders haltbar zu machen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die ersten Wild-West-Figuren aus Kunststoff auf den Markt. Trotz der neuen Fertigungstechnik blieben viele Modelle ihren Vorgängern sehr ähnlich. Auch Spielschiffhersteller wie die Firma Emil Bayer ließen von Heimarbeitern ein eigenes Sortiment produzieren.
Geöffnet ist das Museum vom 2. bis 16. August, mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.