Was harmlos als Ausflugsziel am Rand eines Badesees wirkt, war einst streng geheimes Sperrgebiet. Ende der 1960er Jahre ließ die Leipziger Stasi hier einen unterirdischen Bunker errichten – als Ausweichführungsstelle für den Kriegsfall, gut getarnt, mitten unter den Augen der Bevölkerung. Wer heute die Anlage betritt, taucht unmittelbar in die Logik eines Überwachungsapparats ein: Besucher erfahren, wie der DDR-Geheimdienst Katastrophenszenarien plante, wie die Versorgungssysteme funktionierten und wie von hier aus Nachrichtenkontakte DDR-weit koordiniert worden wären.
Oberirdisch ist das gesamte Gelände mit original erhaltenen Bauten zugänglich. Im ehemaligen Kommandantenwohnhaus, heute Besucherzentrum, läuft aktuell die Sonderausstellung „Geschützt – Gerettet – Saniert. Kulturdenkmale der Landkreise Nordsachsen und Leipzig“ – über 200 Objekte, dokumentiert in ihrer historischen Bedeutung.
Ein Besuch lohnt sich auch mit Blick auf den Herbst: Im September begeht das Museum sein 30-jähriges Bestehen. Rund um den Tag des offenen Denkmals am 13. September sind besondere Veranstaltungen geplant.
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