Relikt des Überwachungsstaats
Stasi-Bunker in Machern öffnet kostenlos für Ferienpass-Inhaber

So sieht die Schaltzentrale im Stasi-Bunkerin Machern aus. Foto: Frank Schmidt
Machern. Dreißig Kilometer östlich von Leipzig, versteckt im Naherholungsgebiet „Lübschützer Teiche“, liegt eine der ungewöhnlichsten Gedenkstätten Sachsens. An diesem Wochenende, am 25. und 26. Juli, öffnet das Museum im Stasi-Bunker Machern von 13 bis 16 Uhr seine Türen – für Kinder und Jugendliche mit Leipziger Ferienpass kostenlos.

Was harmlos als Ausflugsziel am Rand eines Badesees wirkt, war einst streng geheimes Sperrgebiet. Ende der 1960er Jahre ließ die Leipziger Stasi hier einen unterirdischen Bunker errichten – als Ausweichführungsstelle für den Kriegsfall, gut getarnt, mitten unter den Augen der Bevölkerung. Wer heute die Anlage betritt, taucht unmittelbar in die Logik eines Überwachungsapparats ein: Besucher erfahren, wie der DDR-Geheimdienst Katastrophenszenarien plante, wie die Versorgungssysteme funktionierten und wie von hier aus Nachrichtenkontakte DDR-weit koordiniert worden wären.

Oberirdisch ist das gesamte Gelände mit original erhaltenen Bauten zugänglich. Im ehemaligen Kommandantenwohnhaus, heute Besucherzentrum, läuft aktuell die Sonderausstellung „Geschützt – Gerettet – Saniert. Kulturdenkmale der Landkreise Nordsachsen und Leipzig“ – über 200 Objekte, dokumentiert in ihrer historischen Bedeutung.

Ein Besuch lohnt sich auch mit Blick auf den Herbst: Im September begeht das Museum sein 30-jähriges Bestehen. Rund um den Tag des offenen Denkmals am 13. September sind besondere Veranstaltungen geplant.

www.runde-ecke-leipzig.de

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