Kein Brot mehr um die Ecke
„Nah und frisch“ gibt auf: In Hohburg schließt der Supermarkt

Hohburg. Wer in Hohburg schnell noch Brot, Milch oder ein paar Tomaten kaufen wollte, musste bisher nicht weit fahren. Doch damit ist es bald vorbei: Der nah&frisch-Markt im Ort schließt seine Türen. Gleiches gilt für fünf weitere Standorte in der Region – in Beilrode, Riesa, Laußig, Hohenprießnitz und Doberschütz.

Betrieben werden die Märkte von der Leipziger NFresh GmbH, die die Filialen im Zuge der Übernahme der Belieferungsvereinbarung durch die Edeka-Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen weitergeführt hatte. Nach monatelanger Prüfung steht nun fest: Sechs der zehn Standorte sind wirtschaftlich nicht mehr zu halten.

„Die anhaltend angespannte wirtschaftliche Situation, steigende Betriebs- und Personalkosten sowie die unzureichende Rentabilität lassen einen Weiterbetrieb nicht mehr zu“, erklärt NFresh-Geschäftsführer Patrick Lüdtke. Vier Filialen – in Wermsdorf, Falkenhain, Torgau und Jesewitz – bleiben hingegen offen.

Für die Mitarbeitenden der schließenden Märkte soll es sozialverträgliche Lösungen geben: Entweder greifen die Regelungen eines Sozialplans, oder die Beschäftigten wechseln in andere Filialen.

Ob in Hohburg künftig ein alternatives Versorgungskonzept entsteht – etwa ein autonomer Mini-Markt –, ist aktuell noch offen. Edeka und NFresh prüfen solche Modelle, betonen aber: Es hänge von den örtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen ab.

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