Ausstellung in Wurzen erinnertan ermordete jüdische Künstler
Das Ringelnatz-Geburtshaus zeigt die internationale Wanderausstellung „Unvollendete Leben“

Die internationale Wanderausstellung „Unvollendete Leben" ist derzeit im Ringelnatz-Geburtsthaus in Wurzen zu sehen. Grafik: Bente Kahan Stiftung
Wurzen. Sie komponierten, schrieben und malten – selbst angesichts von Hunger, Gewalt und totaler Entrechtung. Jetzt sind ihre Werke und Biografien in Wurzen zu sehen: Der Joachim-Ringelnatz-Verein präsentiert im Ringelnatz-Geburtshaus die internationale Wanderausstellung „Unvollendete Leben / Unfinished Lives“ der Bente Kahan Stiftung aus Breslau.

Die Ausstellung würdigt jüdische Künstlerinnen und Künstler aus ganz Europa, deren Leben und Werk durch den nationalsozialistischen Terror gewaltsam beendet wurden. Zu den Porträtierten gehören unter anderem die Dichterin Selma Meerbaum-Eisinger, der Liedermacher Mordechaj Gebirtig und der Regisseur Kurt Gerron. Sie alle schufen Kunst unter den extremsten Bedingungen – ein stiller, aber kraftvoller Akt des Widerstands.

Die Ausstellung besteht aus Künstlerporträts und verweist auf die digitale Plattform www.unfinishedlives.eu, auf der multimediale Inhalte zu den vorgestellten Biografien gesammelt werden.

Zu sehen ist sie donnerstags, freitags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr. Hinweis: Die Dauerausstellung „Vom Crostigall nach Überall“ ist während der Sonderausstellung geschlossen.

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