Vom Königsgut zum Kriegsgefangenenlager
Vortrag schildert die erstaunliche Geschichte von Schloss Colditz

Das Schloss Colditz blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.Foto: fsw-Drohne
Colditz. Wenn von Schloss Colditz die Rede ist, denken viele zuerst an spektakuläre Fluchtversuche alliierter Offiziere im Zweiten Weltkrieg. Doch die Geschichte des Schlosses reicht weit darüber hinaus – und ist facettenreicher, als viele vermuten.

Am Samstag, dem 27. Juni, lädt die Volkshochschule Mittelsachsen in Kooperation mit dem Museum Schloss Colditz von 11 bis 14 Uhr zu einer besonderen Entdeckungsreise durch die Jahrhunderte ein. Unter dem Titel „Colditz – vom Königsgut zum Offiziersgefangenenlager“ erhalten die Teilnehmer einen kompakten Einblick in die wechselvolle Geschichte einer der bekanntesten Schlossanlagen Sachsens.

Im Laufe der Jahrhunderte diente Schloss Colditz unter anderem als kurfürstliche Residenz, Witwensitz, Heil- und Pflegeanstalt, Konzentrationslager, NS-Euthanasieanstalt, Kriegsgefangenenlager, Sammellager und Krankenhaus. Kaum ein anderer Ort in der Region spiegelt politische und gesellschaftliche Umbrüche so eindrucksvoll wider.

Die Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag zur Geschichte des Schlosses. Im Anschluss folgt eine Führung durch das historische Ensemble, das heute die Landesmusikakademie Sachsen, eine Europajugendherberge und ein modernes Museum beherbergt.

Die Teilnahme kostet 18 Euro. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung über die Volkshochschule Mittelsachsen erforderlich, www.vhs-mittelsachsen.de, Tel.: 03727/2612

Druckansicht