Im Jahr 1984 initiierte Günther Huniat gemeinsam mit Lutz Dammbeck, Günter Firit, Hans-Hendrik Grimmling, Frieder Heinze und Olaf Wegewitz den „Ersten Leipziger Herbstsalon“ im Leipziger Messehaus am Markt. Mit dieser in Eigenregie organisierten Ausstellung durchbrachen die Künstler das Kunstpräsentationsmonopol des Staates. Obwohl der Salon eigentlich sofort wieder geschlossen werden sollte, besuchten ihn innerhalb von drei Wochen rund 10 000 Menschen. Eine indirekte Folge dieses Herbstsalons war die Gründung der Galerie Eigen+Art, heute global und mit Künstlern wie Neo Rauch prominent vertreten.
Günther Huniat wurde 1939 in Thammühl in Böhmen geboren. Nach einer Ausbildung als Möbeltischler studierte er Pädagogik und Sozialpädagogik. 1960 folgte der Umzug nach Leipzig wo er heute noch lebt und arbeitet. Anschließend arbeitete er bis 1971 in der Volksbildung als Sozialpädagoge.
Bereits seit 1963 hatte er sich autodidaktisch künstlerisch betätigt, wozu er 1965 in Leipzig Stötteritz in der Holzhäuser Straße 73 ein Atelier anmietete. Nach dessen Abriss pachtete er ein dahinterliegendes Gartengelände. Der „Garten“ wurde zum Treffpunkt vieler Künstler und war Ausgangspunkt zahlreicher Aktionen. Huniat gab mehreren Künstlern Raum für plastische Arbeiten.
1980 gründeten er zusammen mit Frieder Heinze auf der Brache davor die „Freiluftgalerie Stötteritz“, die ab 1990 durch einen Verein getragen wurde und bis 2013 jährliche Wechselausstellungen zeigte. 1994 eröffnete er mit Harald Bauer, Dietrich Gnüchtel, Caroline Kober und Hael Yggs die Erste Leipziger Autorengalerie.
Huniat war von 1973 bis 1989 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und von 1990 bis 2018 des Bundes Bildender Künstler Leipzig. Er war in der DDR neben einer bedeutenden Anzahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen 1977/1978 und 1987/1988 an der VIII. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden beteiligt. Seine Arbeiten – Malerei, Grafik, Objekt und Skulptur – sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai samstags und sonntags jeweils 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Des weiteren lädt der Verein der Hospitalkapelle am 22. Mai ab 19 Uhr zum Filmabend mit „Ein Tick anders“ sowie zum Kunst- und Trödel-Openair am 31. Mai von 10 bis 16 Uhr ein.