Region Döbeln. Bei solchen Nachrichten schwindet jede Hoffnung, dass es zwischen Döbeln und Dresden jemals wieder eine reguläre Personenzugverbindung geben wird: die Verkehrsverbünde Mittelsachsen (VMS) und Oberelbe (VVO) reduzieren ihre Angebote auf mehreren Linien.Im Raum Döbeln ist davon die Regionalbahn 45 (Chemnitz – Riesa – Elsterwerda) betroffen, die über Waldheim, Döbeln und Ostrau führt. „Bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember wird in Abstimmung mit dem VMS die Regionalbahn RB 45 an den Wochenenden im Abschnitt Döbeln – Elsterwerda nur noch alle zwei Stunden fahren“, kündigt der VVO an. Bislang gilt ein Stundentakt. Auf der künftigen S 1 des VMS, jetzt RB 110 (Döbeln - Leipzig), sollen die Züge in den Weihnachts- und Sommerferien nur so fahren, wie an den Wochenenden. Hintergrund sind stark gestiegene Kosten für die Nutzung der Schieneninfrastruktur, die Millionenlücken in die Finanzierung des sächsischen Regionalverkehrs reißen. Wegen des Wegfalls einer Trassenpreisbremse sei allein dieses Jahr die Schienen-Maut, die für eine S-Bahn oder einen Regionalzug an die Deutsche Bahn zu zahlen ist, um rund neun Prozent gestiegen, informiert der VVO. Dem Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen würden 5,3 Millionen Euro, dem Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen 8,8 Millionen Euro fehlen. Es drohten Nachzahlungen und im nächsten Jahr erhebliche Mehrkosten. Auf der S-Bahn S 1 des VVO (Meißen-Dresden-Schöna) könnten eigentlich geplante Verdichterzügegestrichen werden.