Eine rasante Kriminalkomödie
Das Döbelner Theater lädt zu neuen Aufführungen

Mit „Baskerville – Ein Sherlock Holmes-Krimi“ des britischen Erfolgsautors Ken Ludwig erwartet das Publikum ab dem 17. Oktober im Theater Döbeln eine rasante Kriminalkomödie nach Sir Arthur Conan Doyles berühmtem Roman „Der Hund von Baskerville“. Sherlock Holmes und Dr. Watson ermitteln in einem mysteriösen Todesfall auf dem nebelverhangenen Dartmoor. Der letzte Erbe der Familie Baskerville scheint in tödlicher Gefahr zu sein – ein Fluch und ein riesiger, geisterhafter Hund sollen dahinterstecken. „Diese unwahrscheinliche Geschichte hat etwas Fieberhaftes, das mich dasziniert“, muss selbst der berühmte Meisterdetektiv feststellen. Erleben sie eine kluge Hommage an das Detektivgenre und einen irrwitzigen Parforceritt durch Spuk, Spannung und britischen Humor mit nur fünf Darstellern und Darstellerinnen in über vierzig Rollen.

Am 30. Oktober lädt das 2. Sinfoniekonzert der Spielzeit 2026/27 im Theater Döbeln zu einem besonderen Abend unter der Leitung von Francesco Cagnasso ein. Der italienisch-schweizerische Dirigent zählt zu den vielversprechendsten jungen Orchesterleitern seiner Generation und war von 2024 bis 2025 Assistenzdirigent beim Luzerner Sinfonieorchester. Zu hören sind Joseph Haydns kraftvolle Sinfonie Nr. 95 in c-Moll, ein bedeutendes Werk für die Entwicklung der Sinfonie im späten 18. Jahrhundert. Benjamin Brittens Suite „A Time There Was“, Op. 90, eine lyrische Komposition für Orchester aus dem Jahr 1945 über englische Volkslieder. Anton Weberns „Langsamer Satz“ erklingt in einer Bearbeitung für Streichorchester von Gerhard Schwarz, bevor Paul Hindemiths humanistische Sinfonie „Mathis der Maler“, ein bedeutendes Werk des 20. Jahrhunderts, das Konzert beschließt.

Einen Tag später, am 31. Oktober besteht in Döbeln die letzte Möglichkeit, das Erfolgsmusical „Cabaret“ von John Kander, Fred Ebb und Bob Masterhoff zu sehen. In der vergangenen Saison hatte das Mittelsächsische Theater das Werk erfolgreich in der Regie von Johannes Pölzgutter herausgebracht. Die Inszenierung überzeugt unter der musikalischen Leitung von Bennet Eicke-Kļava durch ein spielfreudiges Ensemble, mit musikalischer Energie und einer eindrucksvollen Ausstattung. Mit Chris Green und Leonhard Geiger geben zwei Künstler in zentralen Rollen ihr Debüt. Chris Green, der dem Döbelner Publikum be reits bestens bekannt ist, übernimmt die Partie des Clifford Bradshaw und bringt damit erneut seine musikalische und darstellerische Präsenz auf die Bühne des Mittelsächsischen Theaters. Darüber hinaus wird an der Seite von Susanne Engelhardt Leonhard Geiger als Herr Schultz zu sehen sein. Er ist seit vergangener Spielzeit Ensemblemitglied des MiT und hat zuletzt sein Publikum als Graf Danilo auf der Seebühne in Kriebstein in Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ begeistert.Mit der ersten Premiere der jungen Spielzeit parodiert sich das Ensemble und die beliebten Bretter, die die Welt bedeuten zunächst einmal selbst. „So kann ich nicht arbeiten!“ stöhnen Solistinnen und Solisten des Musiktheaterensembles nach der erfolgreichen Premiere im September ein zweites Mal am 22. November um 15 Uhr im Theater Döbeln in der gleichnamigen Gala. Eigentlich plant man, eine Operette zu spielen. Doch dann: Ein Sänger der geplanten Vorstellung fällt kurzfristig krankheitsbedingt aus. Eigentlich heißt das, dass die Veranstaltung ausfallen und das Publikum unverrichteter Dinge nach Hause gehen muss. Eine Absage der Veranstaltung kommt allerdings nicht in Frage. Doch der Intendant steht zu allem Überfluss auch noch im Stau und kann sich nicht wie gewohnt kümmern, um eine Ersatzgala zu organisieren und diese zu moderieren. Also vielleicht doch eine Absage? Nein, denn das Ensemble übernimmt die Verantwortung und rettet mit gekonnter Improvisation die geplante Aufführung – sehr zur Freude des Publikums. Mit einem bunten Mix bekannter Melodien aus Oper, Operette, Schlager und Musical überraschen sie die Zuschauer mit einem ganz besonderen Abend, der nicht immer so verläuft, wie eigentlich gedacht – zumal, da eine vorwitzige Zuschauerin plötzlich ihre Chance für gekommen hält, selbst auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu stehen…

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