85 Prozent Glasfaserausbau
Landkreis-Projekt geht in der Region Döbeln voran. Warum es trotzdem manchmal stockt.

Döbeln. Das Unternehmen eins energie in sachsen nimmt derzeit Teile des geförderten Glasfasernetzes in Betrieb, beginnend um Döbeln, Roßwein und Waldheim. Bis August gingen kleinere Segmente in der Stadt Rochlitz und der Gemeinde Jahnatal mit Ortsteilen der ehemaligen Gemeinde Zschaitz-Ottewig ans Netz.

Dieser Meilenstein im Breitbandausbau im Landkreis Mittelsachsen wurde im Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Döbeln gefeiert. Warum das für die Berufsschule wichtig ist, verdeutlichte die Gastgeberin, Schulleiterin Katrin Neumann: „An unserem Standort nutzen rund 750 Schülerinnen insgesamt 400 Endgeräte. Sie sind nicht alle gleichzeitig am Netz. Doch am Beginn eines Schultages, wenn wir die Geräte hochfahren, ist eine Viertelstunde schon weg, bevor alles läuft.“ Insgesamt 36 Bildungseinrichtungen im Landkreis Mittelsachsen sollen bis Ende 2027 einen Glasfaseranschluss bekommen. Die Zwischenbilanz zum geförderten Glasfaserausbau durch den Landkreis Mittelsachsen besagt: Etwa 85 Prozent der Arbeiten sind erledigt. Das schildert Roland Warner, Vorsitzender der eins-Geschäftsführung. 450 Kilometer Trasse seien gegraben, 1900 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, 2500 Anschlüsse fertig. Bis zum Jahresende sollen es 5000 sein, bis Ende 2027 insgesamt 12.000 Anschlüsse. 2029 soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein.

Landrat Sven Krüger nahm den ersten Teilabschnitt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von eins energie in sachsen symbolisch im BSZ Döbeln in Betrieb. In ganz Südwestsachsen investiert das Unternehmen in den Ausbau des Glasfasernetzes mehr als 100 Millionen Euro. Krüger sagt aber auch: „Leider haben wir in Deutschland verlernt, schnell zu sein.“

Für den Glasfaserausbau in Deutschland hätte sich Lesinigs Bürgermeister Graf ein klares Bekenntnis von der Bundesregierung gewünscht, welches dann auch tatsächlich in den flächendeckenden Ausbau gemündet wäre, ohne weiße Flecken.

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