Michelle Tschentscher ist „Vereinsfunke“
Kreissportjugend würdigt Engagementder Jugendleiterin der Roßweiner Spielleute

Roßwein. Angefangen hat es mit ihrer Begeisterung fürs Trommeln. Inzwischen sorgt Michelle Tschentscher bei den Roßweiner Spielleuten dafür, dass auch die nächste Generation den richtigen Takt findet.Seit 2019 bildet die junge Frau als Übungsleiterin den Nachwuchs aus, seit 2022 ist sie Jugendleiterin. Dafür wurde sie jetzt von der Kreissportjugend Mittelsachsen als „Vereinsfunken“ ausgezeichnet. Sie ist eine von sieben engagierten Ehrenamtlichen beziehungsweise Vereinen, die bei der inzwischen vierten Auflage dieser Ehrung bedacht wurden.

Dahinter steckt mehr als die wöchentliche Übungsstunde. Tschentscher organisiert Trainingstage und Trainingslager, bereitet den Nachwuchs auf Wettbewerbe vor und hielt während der Corona-Zeit mit Online-Übungsstunden den Kontakt zu den Kindern. Dass die Roßweiner Spielleute heute auf eine starke Nachwuchsabteilung bauen können, ist ihrem Einsatz mit zu verdanken.

„Bei den Vorschlägen für diese Auszeichnung merkt man, wie viel den Vereinen an ihren jungen Engagierten liegt“, sagt Philipp Hartewig, Vorsitzender der Kreissportjugend Mittelsachsen. „Junge Leute übernehmen das Training, organisieren Veranstaltungen oder kümmern sich anderweitig um den Nachwuchs, ohne großes Aufsehen darum. Mit den Vereinsfunken wollen wir zeigen: Das sehen wir.“

Der Kinder- und Jugendsportclub Döbeln gehört ebenfalls zu den ausgezeichneten Vereinen. Mehr als 50 Gäste kamen zur Veranstaltung ins Freibad Sachsenburg. Bewusst sei die Ehrung kein klassischer Festakt gewesen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Mittelsachsen hatte als hervorragender Gastgeber vier Stationen vorbereitet, an denen die Teilnehmer selbst aktiv sein konnten. Bewegung und der Austausch zwischen den Vereinen gehörten damit zum Nachmittag wie die eigentlichen Auszeichnungen.

„Wir wollen nicht zwei Stunden dasitzen, sieben Urkunden übergeben und wieder nach Hause fahren“, sagt Hartewig. „Wir wollen zu unseren Vereinen gehen, etwas ausprobieren und miteinander ins Gespräch kommen.“

Dass die Idee der Vereinsfunken weiter funktioniert, zeige sich zudem an der Zahl der Bewerbungen. Zahlreiche Vereine hatten junge Engagierte vorgeschlagen. Philipp Hartewig: „Natürlich brauchen unsere Vereine Menschen, die künftig Verantwortung übernehmen. Aber wir sollten nicht nur darüber reden, wer uns fehlt. Wir sollten öfter auf die schauen, die längst da sind.“ daz
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