„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben!“( Die Bibel, Joh.10,10). Ein Versprechen: Ich bin gekommen. Ich bin da. Für dich und euch da. Dies könnten Worte einer Mutter für ihre Kinder sein. Das Versprechen eines Mit-Menschen, dem die anderen am Herzen liegen.
Der Evangelist Johannes erzählt so von Jesus, dem Christus. Es ist sein Versprechen. Als „guter Hirte“ ist er für seine „Schafe“ da. Er sieht die abgegrasten Weiden, das Leid und den Hunger; und er sieht die saftigen Wiesen, die materiellen und geistigen Ressourcen. Er sieht die Kluft und Klippen, Gefahren und mögliche Irrwege. GOTT kommt in Jesus und geht unsere Wege mit, auch die Niederungen und Durststrecken. Irritierend und herausfordernd für die einen und heilsam für die anderen – so wird GOTT Mensch. Menschen hören seine Stimme, heißt es. Er kennt sie, sie erkennen ihn. Sie vertrauen seinem Wort. Sie folgen ihm, „damit sie (a l l e) das Leben haben und es in Fülle haben!“
Ein großes, herausforderndes Versprechen! Wie geht es mir „Schaf“ damit? Wessen Stimme höre ich? Wem folge ich? Wie geht es mir als kleinem Wesen und Teil der großen „Herde“? Werde ich getrieben, geschoben ... und folge ich dem Trott der Masse, dem Herdentrieb? Wer gibt Acht auf mich? Oft sind mir andere „Schafe“/Mit-Menschen Orientierungshilfe. Sie vertrauen dem Leben, das der „Gute Hirte“ verbürgt. Und sie stärken mein Selbst- und GOTT-Vertrauen.
Ich entdecke: das Gedeihen, die verheißene Fülle unseres Zusammen-Lebens liegt auch in einer „Schwarm-Intelligenz“ (im Unterschied zum Herdentrieb!). Unterschiedliche Individuen können durch intensive, gute Kommunikation intelligente Entscheidungen treffen, Problemlösungen finden. Inmitten der kleinen und großen Konflikte und Aufgaben möchte ich auf solche Schwarm-Intelligenz und auf GOTTES lebendigen Geist vertrauen.
Verbunden mit Christen auf der ganzen Erde bete ich: „VATER unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“
Einen gesegneten Hochsommer wünscht
und Ihre Pfarrerinund Angelika Biskupski