Damit hat die in den zurückliegenden Monaten in einen ansprechenden Zustand versetzte Begegnungsstätte nicht nur optisch gewonnen, sondern auch funktionell. Denn: Döbelns zweitgrößter Wohnungsvermieter, die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt (WGF), ist daran interessiert, seinen Mietern nicht einfach nur Wohnangebote zu unterbreiten.
„Es ist uns immer auch ein großes Anliegen, die Freizeitgestaltung zu unterstützen“, sagt WGF-Vorstand Thomas Schröder. Dafür hat das Unternehmen 120 000 Euro investiert, 24 000 Euro davon sind über eine Förderung für barrierefreies Bauen im Programm „Lieblingsplätze“ geflossen.
Nach zwei Monaten Einschränkungen aufgrund umfassender Baumaßnahmen kann der Freizeittreff nun wieder uneingeschränkt genutzt werden und befindet sich in einem Zustand, der es auch den vielen älteren Mitgliedern leichter macht, in die Räumlichkeiten zu gelangen. Dafür ist nicht nur der Außenlift installiert worden. Auch die verschlissenen Treppenanlagen wurden erneuert und der Hof gepflastert. Das alles haben Handwerksbetriebe aus Döbeln, Hartha und Umgebung erledigt.
Der Ehrenamtsverein Lebensfreude mit seinen 26 Freizeitgruppen und 245 Mitgliedern gehört zur WGF und sorgt mit einem umfassenden Vortrags-, Freizeit- und Veranstaltungsangebot dafür, dass innerhalb der Genossenschaft niemand einsam sein muss. Nicht nur ihm steht das Objekt inmitten des Wohngebietes zur Verfügung. Der Kulturraum im früheren Verwaltungsgebäude der WGF kann auch für Veranstaltungen oder Feierlichkeiten gemietet werden.
Die Begegnungsstätte, die vor zwei Jahren nach dem Tod von Martin Friebel ihm zu Ehren seinen Namen erhielt, hatte bereits im vergangenen Jahr eine leuchtend gelb-blaue Fassadenverkleidung und neue Fenster bekommen. Die Heinzelmännchen, die „schnelle Eingreiftruppe“ der Genossenschaft, die Martin Friebel vor 17 Jahren ins Leben gerufen hatte, haben Geländer und Tore gestrichen. Jetzt kann der Freizeittreff wieder genutzt werden, doch am Ende ist man bei der WGF noch nicht mit den Investitionen in diesen zentralen Ort der Begegnung.
Später, sagt WGF-Vorstandsvorsitzender Tino Hütter, muss das Dach beider Häuser des Treffs neu gemacht werden. Momentan bestehe dafür aber glücklicherweise noch kein Handlungsbedarf. Die Fassade des ersten Verwaltungsgebäudes aber bekommt noch eine neue Optik. Und der Sportraum, der sich jetzt im Keller des größeren Objektes befindet, soll in das dafür noch umzubauende kleinere Verwaltungsgebäude umziehen.
und M. Engelmann-Bunk