VR-Bank knackt Milliardenmarke
Bilanzsumme steigt weiter – Jahresüberschuss stagniert nahezu – Dividende sinkt erneut – Vorständin Angelika Belletti geht zum Jahresende in den Ruhestand

Mittelsachsen. Die VR-Bank Mittelsachsen mit ihren Vorständinnen Angelika Belletti und Anne Koschnick blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück.

Abseits aller Bilanzen, Statistiken und harter Fakten war aber ein anderer Moment ein ganz besonderer: die Verabschiedung von Vorständin Angelika Belletti. Nach nahezu 20 Jahren Vorstandstätigkeit geht sie zum 31. Dezember dieses Jahres in den Ruhestand. Seit ihrem Eintritt in die damalige Volksbank-Raiffeisenbank Döbeln eG im Jahr 2007 hat Belletti die Entwicklung des Kreditinstitutes maßgeblich geprägt. Aufsichtsratsvorsitzender Thorsten Gehlich und Marco Schulz vom Genoverband würdigten ihr langjähriges Engagement, ihre fachliche Kompetenz sowie ihren wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung der heutigen VR-Bank Mittelsachsen.

Das gilt auch für das zurückliegenden Jahr: Die Bilanzsumme stieg trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten um 38,8 Millionen Euro auf 1,022 Milliarden Euro und überschritt damit erstmals die Marke von einer Milliarde Euro (2024: 983,6 Millionen Euro). Das betreute Kundenvolumen wuchs nach Informationen der VR-Bank auf 2,04 Milliarden Euro (2024: 1,98 Milliarden Euro) und legte damit gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent zu.

Die Entwicklung bei der Dividende fällt nicht so positiv aus. Die Vertreterversammlung folgte dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von 972.485,15 Euro (2024: 970.126 Euro). Die Mitglieder erhalten eine Dividende von 2,5 Prozent auf ihre Geschäftsanteile, die damit um 0,5 Prozentpunkte niedriger ausfällt als im vergangenen Jahr, in dem sie auch schon gesenkt worden war.

Darüber hinaus werden die Rücklagen der Genossenschaftsbank weiter gestärkt. Die VR-Bank Mittelsachsen betreut aktuell 47.541 Kundinnen und Kunden (Angabe aus dem Vorjahr: über 48.000.) Mit 22.110 Mitgliedern bleibe die Genossenschaftsidee ein zentrales Fundament der Bank – nahezu jeder zweite Kunde ist demnach gleichzeitig Mitglied. Auch 2025 übernahm das Kreditinstitut Verantwortung für die Region. Insgesamt stellte die Bank mehr als 100.000 Euro für soziale, kulturelle, sportliche sowie Umwelt- und Bildungsprojekte zur Verfügung. Gefördert wurden unter anderem Sportvereine, Kindertagesstätten, Umweltprojekte und Präventionsangebote in der Region.

Darüber hinaus setzt die Bank ihren Nachhaltigkeitskurs fort. Digitale Kommunikationswege, die verstärkte Nutzung des elektronischen Postfachs, die schrittweise Elektrifizierung des Fuhrparks sowie die Förderung junger Mitglieder durch kostenfreie Online-Nachhilfeangebote seien Beispiele für die nachhaltige Ausrichtung der Bank.

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