„Handwerk braucht Fachkräfte – und Fachkräfte brauchen eine gute Ausbildung. Wer sich für eine berufliche Laufbahn entscheidet, soll in Sachsen die besten Bedingungen für Ausbildung und Aufstieg finden“, betonte der Minister. Das Wirtschaftsministerium verwies auf Zahlen der Arbeitsagentur, wonach aktuell mehr als 8000 Lehrstellen in Sachsen noch unbesetzt seien. Allein im Handwerk wird in rund 130 Berufen ausgebildet. Nicht nur für junge Menschen sei die Entscheidung über den Berufsweg wichtig. „Auch die Unternehmen brauchen dringend Nachwuchs. Vor allem in technischen und handwerklichen Berufen wächst der Bedarf.“ Besonders Elektronikerinnen und Elektroniker seien gefragt.
Laut Ministerium entwickelt sich der Ausbildungsmarkt für das Handwerk bereits positiv. Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge sei von 5152 im Jahr 2021 auf 5930 im vergangenen Jahr gestiegen. Um diesen Trend zu stärken, setze man auf praxisnahe Ausbildung, gezielte Förderung der Betriebe und bessere Aufstiegsanreize. So sollen überbetriebliche Berufsbildungsstätten modernisiert werden, damit Auszubildende mit zeitgemäßer Technik und aktuellen Verfahren arbeiten können. Dafür stünden elf Millionen Euro bereit.
Zugleich wird die Qualifikation gestärkt: Der Meisterbonus steigt von 2000 auf 3000 Euro – beginnend mit allen neuen Meistern. Einen Meisterbonus gibt es in Sachsen seit 2016. Von anfangs 1000 Euro wurde der Bonus 2023 auf 2000 Euro erhöht und dpa