Freibad Wolfstal startet in die neue Saison
Ab dem 30. Mai wieder offen: bewährte Öffnungszeiten, ein neuer Feierabendtarif und Pläne für Abendveranstaltungen

Das sind die Zielmarken von Badchef Jens Göhler für den Saisonstart: 21 Grad Wasser- und 25 Grad Lufttemperatur.Foto: Sven Bartsch
Roßwein. Das große Becken im Roßweiner Freibad Wolfstal ist nach der Großreinigung bereits komplett gefüllt. 750 Kubikmeter Wasser waren dafür nötig – und elf Tage. Dieser Tage war das kleinere Erlebnisbecken an der Reihe.

Seit dem Wochenende fließen hier etwa 500 Kubikmeter Wasser hinein. Am 30. Mai wird das gemütliche Waldbad seine Tore öffnen und immer von 11 bis 19 Uhr unter der Woche sowie von 10 bis 19 Uhr am Wochenende geöffnet haben. Jens Göhler hofft auf eine bessere Saison als zuletzt.

„Wir brauchen deutlich mehr als die 12.000 Besucher im vergangenen Sommer“, sagt Roßweins Bad-Chef, der möglichst keinen Schließtag anstrebt. Und dafür brauchen sie alle gutes Wetter.

Denn egal, wie schön die idyllische Anlage im Wolfstal ist, wie gut das Imbissangebot oder wie sauber das Wasser – ohne Sonnenschein und sommerliche Temperaturen ist das alles nichts.

„Wir öffnen aber auch, wenn das Wetter mal nicht ganz so schön ist“, sagt Göhler. Schließlich habe man auch Stammgäste, die einfach nur zum Schwimmen kommen und das auch tun, wenn es beispielsweise ein bisschen regnet.

Nicht nur, weil die zurückliegende Saison für die Stadt ein Zuschussgeschäft gewesen ist, musste man sich nach zwei Jahren stabiler Eintrittspreise jetzt für eine Erhöhung entscheiden. Sämtliche Kosten, beispielsweise für Strom und Handwerker, sind gestiegen. Das fordert Tribut.

Göhler ist froh, dass die Erhöhung moderat gestaltet werden konnte. Mit jetzt 6 statt bislang 5 Euro für die Tageskarte hat Roßwein im Erwachsenenbereich nun mit umliegenden Freibädern gleichgezogen. Göhler sieht es als großes Plus, dass im Kinderbereich auf eine Erhöhung verzichtet wurde. Nach wie vor kostet die Tageskarte hier 4,50 Euro. „Das zeigt, dass diese wichtigste Zielgruppe wahrgenommen wird.“

Man kann nicht unendlich an der Preisschraube drehen, das weiß man, sagt Göhler. Wer ein wenig sparen will, kann das mit einer Zehnerkarte. Oder mit dem neuen Feierabendtarif. Statt der Abendkarte ab 17 Uhr gibt es jetzt das Ticket ab 16 Uhr für 4,50 Euro und man kann das Freibad noch drei Stunden nutzen. Und: Wenn es besonders heiß sein sollte, will man versuchen, vielleicht auch mal über die Regelöffnungszeit hinaus das Bad offen zu lassen. Dass die an die personelle Situation 2025 angepassten Öffnungszeiten beibehalten werden, liegt daran, dass immer noch eine Fachkraft für Bäderbetriebe gesucht wird. Davon hat Roßwein derzeit lediglich zwei. Ein Rettungsschwimmer unterstützt das Team seit dem Renteneintritt von Schwimmmeisterin Liane Patzelt, sodass der Badbetrieb abgesichert werden kann.

Aus Kosten- und personellen Gründen hat man sich in diesem Jahr allerdings dafür entschieden, das Hallenbad sofort mit Freibadöffnung zu schließen. Am 29. Mai war hier der letzte Öffnungstag. Im vergangenen Jahr hatten Schulen und der Schwimmverein die Halle bis zum Ferienbeginn noch nutzen können. Zum idyllischen Ambiente passt auch das Kiosk-Angebot in diesem Jahr wieder. „Wir setzen die Zusammenarbeit mit dem Sonnenhof fort“, freut sich der Bad-Chef über die Kontinuität, die sich seit zwei Jahren entwickelt hat. „Das erlaubt uns einfach, ein gutes Angebot vorzuhalten. Die Öffnungszeiten sind gewährleistet, auch an Tagen, an denen unser Freibad weniger gut besucht ist.“

Angedacht ist auch, mal wieder die eine oder andere Abendveranstaltung im Roßweiner Freibad steigen zu lassen. Ein Chill-out nach der üblichen Öffnungszeit, mit Musik und einem kleinen Imbissangebot. Dazu befinde man sich gerade in der Ideenfindung. Und hofft auf möglichst viele Sonnentage in diesem Freibad-Sommer.und M. Engelmann-Bunk
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