Polizeihundebei den Seniorenzu Besuch
Ausbilder der Diensthundeschule der Sächsischen Polizei brachten neben den Spürhunden auch Chihuahua Manni und Labradoodle Chico zum Streicheln mit.

Döbeln. Rauschgift-Suchhunde im Pflegeheim - das ist für Bewohner und Personal des Seniorenhauses am Südhang im Döbelner Ortsteil Technitz nichts Ungewöhnliches. Nicht etwa weil Drogen im Haus zu vermuten wären. Vielmehr kommen die Ausbilder, Hundeführer und die auszubildenden Hunde der Diensthundeschule der Sächsischen Polizei aus Naustadt (Gemeinde Klipphausen) etwa vier Mal im Jahr zum Üben im Pflegeheim vorbei.

„Wir suchen für unsere Ausbildung immer wieder Objekte, die begangen sind. Das macht das Ganze für unsere Hunde authentischer“, sagt Polizeihauptmeisterin Anja Koch von der Diensthundeschule. Nun hatte sie noch ihre beiden privaten Hunde Manni und Chico in den Polizeibus eingeladen. Mit denen ging es auf Streicheltour auf mehrere Stationen des Pflegeheimes.

Im Keller des Pflegeheimes ließen die Hundeführer drei Hunde nach dort positioniertem Rauschgift und nach Bargeld schnüffeln. Die Tiere beenden in zwei Wochen einen entsprechenden Lehrgang mit einer Zertifizierungsprüfung. Danach gehen sie mit ihren Hundeführern als Schutz- und Spürhunde in echte Einsätze. Einer der Hunde wird ein vierbeiniger „Justizbeamter“ und in der Justizvollzugsanstalt Dresden als Rauschgiftspürhund künftig Zellen absuchen.

Auf der Station A1 des Seniorenhauses am Südhang waren zwei andere Hunde die Stars. Manni, der vier Jahre alte Chihuahua von Anja Koch, saß auf dem Schoß der Seniorinnen und Senioren im kleinen Veranstaltungsraum auf der Etage. Es war nicht auszumachen, wer mehr Freude an den Streicheleinheiten hatte. Auch Labradoodle Chico (7) rannte schwanzwedelnd zwischen den Senioren hin und her und ließ sich sein weiches braunes Fell streicheln. „Labradoodle ist die Bezeichnung für Hunde, die aus Kreuzungen zwischen Labrador Retriever und Großpudel entstanden sind“, erklärte die Hundeexpertin. Beide Hunde leben bei Anja Koch neben ihrem ausgebildeten Diensthund.

„Wenn unsere Bewohnerinnen und Bewohner die Tiere streicheln können, macht das etwas mit ihnen. Das ist schön zu sehen“, sagt Tobias Schnecke, Geschäftsführer des Seniorenhauses.

und Thomas sparrer
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