Die Stimmung in Osten
Lesung und Gespräch zur Frage „Wie steht es um unsere Demokratie vor Ort?“

Alexander LeistnerFoto: Christina Schwarz
döbeln. Am Mittwoch, den 20. Mai, veranstaltet der Treibhaus e.V. gemeinsam mit der Stiftung Friedliche Revolution eine Lesung und Gespräch mit dem Autor Alexander Leistner. Er ist Mitautor von „Extremwetterlagen“, einer Zusammenstellung literarischer Reportagen über das Ostdeutschland der letzten Jahre.Wie steht es um unsere Demokratie vor Ort? Das fragte sich ein ungewöhnliches literarisch-soziologisches Projekt bestehend aus Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault. Sie zogen los, um die Stimmung in Ostdeutschland zu ergründen, verborgene gesellschaftliche Brüche und Kipppunkte sichtbar zu machen. Während Manja Präkels gezielt zivilgesellschaftliche Initiativen und Brennpunkte in Brandenburg besuchte, bereiste Tina Pruschmann mit dem Fahrrad entlegene Regionen im sächsischen Erzgebirge. Barbara Thériault heuerte als Lokaljournalistin bei einer thüringischen Zeitung an, und Alexander Leistner folgte mentalen Entwicklungslinien, deren Anfänge teils noch vor 1989 zu verorten sind.

So entstanden literarische Reportagen über die Normalisierung rechtsextremer Strukturen und Narrative, bedrohte Kulturvereine und Gedenkstätten, bizarre Infrastrukturprojekte in Ruinenlandschaften. Über Menschen, die wegsehen und schweigen, und solche, die tagtäglich ihr Bestes geben, um im tobenden Sturm der Umwertung aller Werte weiter gegen den Wind zu atmen. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Friedliche Revolution. Eintritt frei. Termin: 20. Mai, 19 Uhr, Café Courage

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