Ausstellung: Historische Klösterim Freistaat und in Europa
Ausstellung im Kloster Buch gibt einmalige Einblicke in nicht immer öffentlich zugängliche Räume und Klöster

Die neue Ausstellung über Zisterzienserklöster in Sachsen und Europa lädt für dieses Jahr in das Kloster Buch ein. Dieses Foto von Rainer Kurth zeigt das Kloster bei Sonnenaufgang.    Foto: Rainer Kurth
Leisnig. Mit einer Ausstellung geht der Förderverein Kloster Buch in den Frühling. Im Abthaus informiert eine Schau von Fotos verschiedener Zisterzienserklöster über die 500 Jahre zurückliegende Auflösung des Klosters Buch.

Großformatig gibt es eine Auswahl verschiedenster Zisterzienserklöster zu sehen. Ihre Anlagen sind in den verschiedensten baulichen Zuständen erhalten. Sie werden unter anderem touristisch, zum Teil auch noch als Klöster genutzt. Die Ausstellung gibt einmalige Einblicke in nicht immer öffentlich zugängliche Räume und Klöster, zeigt unterschiedlich erhaltene historische oder umgebaute Gebäudebestände und beeindruckende Klosterkomplexe. Ein Teil davon steht Besuchern offen und manches ehemalige Kloster liegt räumlich betrachtet sogar in der Nähe vom Kloster Buch.

Die verschiedenen Ausstellungsräume beziehungsweise -bereiche der Ausstellung folgen verschiedenen Gesichtspunkten. So befasst sich ein Raum mit den Klöstern der Filiationslinie. Dieser folgend kam es zur Gründung des ehemaligen Zisterzienserklosters Buch. Diese beginnt mit dem Ursprungskloster Citeaux und reicht bis hin zum Kloster Sittichenbach, dem direkten Mutterkloster von Buch.

Allein in Sachsen gibt es weitere ehemalige Zisterzienserklöster. Größtenteils werden diese allerdings nicht mehr von Nonnen oder Mönchen bewohnt bzw. bewirtschaftet. Etwa 30 Kilometer entfernt befindet sich zum Beispiel das ehemalige Zisterzienserkloster Altzella. Noch näher liegen die Ruinen des ehemaligen Nonnenklosters Nimbschen. Dieses steht im engen Zusammenhang mit dem Namen Katharina von Bora, der späteren Ehefrau von Martin Luther.

Welche Zisterzienserklöster der Freistaat Sachsen noch aufweisen kann, davon zeugt ein weiterer Teil der Ausstellung. Da sich der Orden der Zisterzienser im Mittelalter über ganz Europa hinweg ausgebreitet hat, finden sich in einem anderen Bereich neben Fotografien aus verschiedensten deutschen Bundesländern auch Klosterbeispiele aus der Schweiz oder Tschechien.

Fotos für die Ausstellung lieferten drei Fotografen, zum Beispiel Rainer Kurth. Er beeindruckte bereits vor zwei Jahren die Besucher des Klosters mit seinen Fotografien. Ein weiterer Fotograf ist Jürgen Otto, der ebenfalls viel von seinen Reisen erzählen kann. Dr. Rudolf Lehle, Vorstandsvorsitzender des Förderverein Kloster Buch e.V., steuert ebenfalls Fotos bei. Bis zum 31. Oktober wird die Ausstellung gezeigt. Sie ist dann immer während der Öffnungszeiten der Klosteranla ge für Besucher zugänglich.
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