Viele einheimische Fischarten – Karpfen, Brassen, Plötzen – fressen auf oder in Grundnähe. Auf deren Speiseplan stehen dann kleine Schnecken und Muscheln (Karpfen), Sprock und Zuckmückenlarven (Brassen) und Wasserpflanzentriebe. Auch kleinste Krebstierchen die im Freiwasser oder an Wasserpflanzen sitzend leben, werden „verputzt“. Ziel ist also den eigenen Angelköder (Rot- oder Mistwurm, Made, Mais, Teig) genau dort, eben in Grundnähe oder auf Grund anzubieten.
Beim Angeln mit einer gut austarierten Posenmontage ist es deshalb zwingend notwendig die Wassertiefe – möglichst auf den Zentimeter genau – zu bestimmen. Nur so kann der Abstand von Pose zum Haken optimal auf eben diese Wassertiefe eingestellt werden. Die kleinen Lotbleie, die zwischen 5 und maximal 15 Grammwiegen müssen also leicht am Angelhaken zu befestigen sein. Genau so leicht muss man sie aber wieder vom Haken lösen können. Und beides, ohne die Hakenspitze abzustumpfen.
Genau dies können unsere selbst gebastelten kleinen Lotbleie wunderbar! Auf der Kupfer-Drahtöse wird das Stück Ventilgummi in Richtung Blei zurückgedrückt, so dass eine kleine Lücke entsteht. Genau dadurch schiebt man nun den Haken, lässt den Ventilgummi los der dann den Haken gegen die Drahtöse drückt und befestigt ist das Lotblei. Am nächsten Angeltag wurden unsere kleinen Helfer natürlich getestet und es klappte alles wunderbar!
Unsere Jungangler haben bis hierher acht spannende Bastelnachmittage absolviert, wir waren ebenfalls achtmal gemeinsam Angeln und ein „betreutes Einkaufen“ rundete alles ab. Nun freuen wir uns auf den Besuch in der Dauerausstellung „Leipziger Fischwelt“, den für dieses Junganglerjahr letzten Bastelnachmittag und auf unseren „Jahresausklang“ Ende November, zu welchem es einige kleine Überraschungen geben wird.und Stephan Marschner,und Jugendkoordinator und AV „Göselaue“und Mölbis 1998 e.V.