Mehr Platz für Autosund Wohnmobile
Der Schützenplatz in Groitzsch wird neu gestaltet: Auf dem Areal sollenrund 80 Parkplätze für Besucher von Azur und Volkshaus entstehen.

Groitzsch. In Groitzsch hat der Stadtrat einen Grundsatzbeschluss zur geplanten Sanierung des Schützenplatzes gefasst. Damit ist der Weg prinzipiell frei, das Areal im Westen des Stadtzentrums zu gestalten. „Wir rechnen mit Gesamtkosten von rund 700 000 Euro“, informiert Dirk Schmidt, Bauamtsleiter von Groitzsch.„Mit dem Vorhaben sollen vor allem Parkplätze geschaffen werden.“ Diese sind in erster Linie für die Besucher des erst kürzlich eingeweihten Volkshauses sowie der Freizeitstätte Azur gedacht.

„Wer beispielsweise in festlicher Garderobe eine Veranstaltung im Volkshaus besucht, muss dann nicht länger mit Stöckelschuhen durch den Matsch“, bringt Dirk Schmidt die Vorteile auf den Punkt. Insgesamt sollen rund 80 Pkw-Stellplätze entstehen. Darüber hinaus sind Abstellmöglichkeiten für 20 Fahrräder geplant.

Auch für die Erkundung des Ulrike-von-Levetzow-Weges oder Ausflüge ins angrenzende Pfarrholz ist der Standort ein idealer Ausgangspunkt. Der Schützenplatz geht im Westen unmittelbar in die grüne Oase über. „Deshalb wollen wir auch Campingfreunde ansprechen, die Groitzsch künftig ansteuern.“

Im westlichen Bereich des Schützenplatzes lassen sich Standorte für Wohnmobile am besten installieren. Es gehe um Übernachtungsmöglichkeiten für Leute, die gewissermaßen auf der Durchreise sind und keineswegs zwei Wochen Urlaub am Stück machen wollen. „Der Startpunkt ist für Caravan-Urlauber ideal“, findet Dirk Schmidt.

Wer beispielsweise mit Drahtesel im Gepäck anreist, kann von hier aus sofort zu abwechslungsreichen Radtouren starten. Nur wenige Minuten sind es vom Schützenplatz zum Elsterradweg bei Pegau. Auch die Neuseenlandradroute ist nicht weit. Insgesamt sollen drei Parkplätze für Wohnmobilisten entstehen – inklusive Stromanschluss.

Ladesäulen für Elektroautos sind hingegen nicht vorgesehen. Die Stadt Groitzsch sieht deren Bau nicht als vordringliche kommunale Aufgabe an. „Wenn das irgendwann eine Firma nachholen möchte, sind wir dafür mit dem Verlegen von Leerrohren gerüstet.“

Die Benennung des Schützenplatzes geht auf die Historie zurück. In den 1930er-Jahren gab es hier eine Schießbahn. Die altersschwache Schützenbaracke zeugt ebenfalls noch von früheren Zeiten. Das Objekt – inzwischen ein Schandfleck – wird im Zuge der Umgestaltung abgerissen. Nach dem Stadtratsbeschluss wird die Kommune als Nächstes einen Förderantrag stellen. „Die nötigen Eigenmittel von rund 25 Prozent sind im Haushaltsentwurf bereits eingestellt“, heißt es. Die Baumaßnahme soll 2027 über die Bühne gehen. und Simone Prenzel
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