Seit Sonntag aber muss sich die Technik in einem Einsatz bewähren – bei einem Waldbrand, der auf einer Kraftwerksbrache nördlich des thüringischen Meuselwitz lodert und dessen Wirkung bis weit in das Leipziger Land und zeitweise sogar bis Leipzig spürbar war.
„Die Kreisregner haben mehrere Vorteile: Sie benötigen wenig Wasser. Sie binden kein Personal dauerhaft. Sie sind schnell aufgebaut.“ Mike Köhler, Stadtwehrleiter von Groitzsch und stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Leipzig, ist von dieser Technik, die man aus dem Bau- und Gartentechnik-Markt, überzeugt. Seit dem späten Sonntagnachmittag zeigt das System, was es zu leisten imstande ist.
Die Brandbekämpfer aus Thüringen forderten es an. Sie sehen sich seit Samstagnachmittag mit einem Brand konfrontiert, der – ausgelöst, weil ein Baum in eine Freileitung geriet – sich in einem unwegsamen Gelände südlich der Grenze des Landkreises Leipzig immer weiter ausgebreitet hatte. Regner wie die aus dem Kreis Leipzig hätten die Thüringer erst aus der Landeshauptstadt Erfurt heranholen müssen; deshalb leisteten die Süd-Leipziger prompte Unterstützung.
„Mit den Regnern versucht man, Flächen zu bewässern, damit sie nicht in Brand geraten, wenn der Wind auflebt und die Flammen Richtung Wald treibt“, sagt Köhler. Acht dieser Regner können, auf Abstand gesetzt, eine Fläche von 240 Quadratmetern überdecken. Zwei dieser Systeme gibt es im Landkreis. Jedes ist in einem Rollcontainer untergebracht und schnell installiert.
„Als die Gohrisch-Heide bei Großenhain im vergangenen Sommer brannte, haben sie sich bewährt.“ Darüber hinaus wurde bisher nur mit ihnen trainiert – bis zum Einsatz jetzt im nahen Thüringen. Unterstützung leisten nicht nur die Feuerwehren Colditz und Großstolpen mit ihren Kreisregnern. Die Wehren Groitzsch, Lobstädt (Gemeinde Neukieritzsch) und Ramsdorf (Stadt Regis-Breitingen) schickten Tanklöschfahrzeuge zur Verstärkung. ES