Oldenburg.
Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen fordert mehr Unterstützung für pflegende Angehörige und beruflich Pflegende. „Tausende pflegende Angehörige sind am Limit“, sagte VdK-Landesvorsitzender Friedrich Stubbe. Viele hätten ihre Erwerbsarbeit reduziert oder ganz aufgegeben, um Angehörige zu pflegen. Häufig gerate dabei die eigene Gesundheit in den Hintergrund. Nötig sind nach Ansicht des VdK gezielte Entlastungsangebote wie ein Rechtsanspruch auf einen Tagespflegeplatz oder auch eine engere Integration von professioneller Pflege und Angehörigenpflege. „Wir müssen die Kompetenzen der pflegenden Angehörigen stärken, damit klar wird, was sie selbst leisten können und wobei sie professionelle Unterstützung durch Pflegedienste benötigen. Das hilft beiden Seiten“, sagte Stubbe.Neben Bürokratieabbau brauche es einheitliche Tarife, damit Arbeitskräfte nicht abgeworben würden. Zudem fordert der Sozialverband, dass die Pflegeleitungen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter besser beachten. „Wenn der Unterstützungsbedarf der häuslichen und ambulanten Pflege weiterhin von der Politik ignoriert wird, dann laufen wir sehenden Auges auf den Pflege-Abgrund zu“, so Stubbe. und epd