Projektaufruf für die soziale Beratung von Flüchtlingen

Altenburg. Das Landratsamt Altenburger Land startet für das Jahr 2027 den Projektaufruf zur sozialen Beratung von Flüchtlingen. Gesucht werden Träger, die mit qualifizierter migrationsspezifischer Beratung dazu beitragen, Flüchtlinge im Landkreis bei der Orientierung im Alltag zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit zu stärken und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Soziale Beratung setzt dort an, wo sprachliche Barrieren, komplexe Verwaltungsverfahren oder fehlende Kenntnisse über Strukturen den selbstständigen Zugang zu Unterstützung erschweren. Dabei geht es um Fragen zu Behörden und Sozialleistungen, zu Wohnen, Bildung, Arbeit und Gesundheit. Berater vermitteln bei Bedarf gezielt an die jeweils zuständigen Fachstellen. Im Fokus steht die Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel ist es, Ratsuchende dabei zu unterstützen, ihre Angelegenheiten zunehmend eigenständig zu regeln. „Gute Beratung bedeutet nicht, Menschen möglichst viele Dinge abzunehmen. Sie soll ihnen das Wissen und die Orientierung geben, die sie brauchen, um selbst Entscheidungen zu treffen“, erklärt Integrationsmanager Andreas Strahlendorf.

Mit dem Projektaufruf lädt das Landratsamt geeignete Träger dazu ein, ihre Umsetzungsideen für das Förderjahr 2027 einzureichen. Dabei sollen vorhandene Beratungs- und Unterstützungsstrukturen sinnvoll einbezogen und Doppelstrukturen vermieden werden. Der Landkreis beabsichtigt, mehrere Träger mit der Umsetzung der sozialen Beratung zu beauftragen. Projektvorschläge können bis zum 30. Oktober beim Landratsamt Altenburger Land eingereicht werden. Die konkreten Anforderungen, Förderbedingungen und Auswahlkriterien sind im vollständigen Projektaufruf beschrieben.

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