Mit vier Praktikantinnen startete das Altenburger Praxisjahr für Kunstgut- und Denkmalrestaurierung am 1. September in seinen nunmehr zehnten Jahrgang. In den kommenden zwölf Monaten tauchen Emma März, Oleksandra Hryshchenko, Felizita Quenzel und Hedwig Becker tief in das Fachgebiet der Restaurierung und Konservierung ein, um die Voraussetzungen für ein mögliches anschließendes Studium auf dem Gebiet zu schaffen.
Dabei werden sie nicht nur theoretisch in die verschiedenen Sammlungsbereiche der Altenburger Museen eingeführt, auch lernen sie die verschiedenen Fachrichtungen der Restaurierung kennen – angefangen von der Baudenkmal- bis hin zur Papierrestaurierung. In einem Mappenkurs in der Kunstschule des Lindenau-Museums werden darüber hinaus technische Fähigkeiten geschult und eine Bewerbungsmappe für den etwaigen Studienplatz erstellt. Wesentlicher Akteur ist neben den Altenburger Museen die private Altenburger Restaurierungswerkstatt pons asini.
Auf dem Programm der vier Praktikantinnen stehen zudem vier Objekte aus den Sammlungen von Lindenau-Museum und Residenzschloss, die als Restaurierungsprojekt über das Jahr hinweg bearbeitet werden. Dazu gehören in diesem Jahr eine Christusdarstellung als Holzskulptur, ein archäologisches Objekt sowie eine Reihe von Gemälden.
Das abwechslungsreiche Programm und die fachkundige Betreuung durch erfahrene Expertinnen und Experten sind entscheidende Faktoren für das Renommee, das das Altenburger Praxisjahr weit über die Grenzen der Stadt hinaus genießt. Auch im Vorfeld der zehnten Auflage haben sich knapp 50 Personen für ein Praktikum in Altenburg beworben – teils international. Dies sowie die hohe Quote an Praktikantinnen und Praktikanten, die anschließend ein Studium der Restaurierung beginnen, sind Zeugnis für die hohe Qualität des Angebots.
Das Altenburger Praxisjahr für Kunstgut- und Denkmalrestaurierung fügt sich damit nahtlos in die von den Altenburger Museen angestoßene Entwicklung einer Bildungslandschaft ein. Und zugleich konnte damit in den vergangenen Jahren ein Netzwerk an Fachleuten geschaffen werden, das einen regen Wissensaustausch pflegt.