Wie war Ihr Sommer? Viele zu heiß? Erholsam? Oder vielleicht zu kurz? Haben Sie sich gut erholt und sind Sie wieder gestärkt für den Alltag? Die Kinder in Mitteldeutschland sind nun schon drei Wochen in der Schule. Jedes Jahr ist es ähnlich, neue Bücher und Hefte, neue Stundenpläne, manchmal neue Lehrer oder sogar eine neue Schule. Zwischen Aufregung und Vorfreude hat der Alltag begonnen.
Ich bin Mutter von fünf Kindern und für mich war tatsächlich dieser Schulbeginn etwas Besonderes. Zum 30. Mal ununterbrochen begann für meine Familie ein neues Schuljahr. 30-mal Schulmaterialien, Elternabende, Sorgen und Freuden. Auch nach so vielen Jahren ist es spannend und ich fiebere mit. Und ich gebe ehrlich zu, dass ich mich darauf freue, wenn in zwei Jahren auch dieses Kapitel beendet ist. Doch bis dahin heißt es: Alles neu! Passend spricht unsere Jahreslosung für 2026 aus der Offenbarung 21,5: „Gott spricht: Siehe ich mache alles neu!“ Was für ein starker Satz! Ja, wir erleben so viele Neuanfänge. Über manche freuen wir uns, andere machen uns Angst. Ein neuer Arbeitsplatz, ein Umzug, eine Krankheit, ein Abschied oder ein Leben, das plötzlich ganz anders ist, als geplant.
Gott verspricht nicht, dass jeder neue Weg einfach werden wird, aber er verspricht, dass wir ihn nicht alleine gehen müssen. Viele Male zeigt sich das Neue zunächst nur ganz klein. Es könnte ein Mensch sein, der uns in einem Gespräch beisteht, das etwas verändert. Mit neuer Kraft und Mut können wir dann einen weiteren Schritt wagen.
Das gilt auch für unsere Kinder. Es ist ihnen gestattet noch nicht alles zu wissen, sie dürfen auch Fehler machen oder Angst haben. Genau wie wir Erwachsene auch. Wir Eltern, Großeltern oder Nachbarn begleiten unsere Kinder, ermutigen sie und fangen sie manchmal auf. Jedoch können wir ihnen nicht jeden Weg abnehmen. Irgendwann müssen wir loslassen. Das Leben bleibt nicht stehen. Kinder wachsen, Menschen verändern sich, Wege trennen sich und kreuzen sich neu. Aus manch einem Abschied entsteht ein Neuanfang. Wir wissen heute noch nicht, was vor uns liegt, aber wir dürfen uns an Gottes Zusage halten: „Siehe, ich mache alles neu!“ Wir müssen noch nicht alle Wege kennen. Wir dürfen Schritt für Schritt gehen, mit unseren Hoffnungen und Sorgen, mit einem lachenden und manchmal einem weinenden Auge und immer in der Gewissheit: Gott geht mit:
durch das Schuljahr,
durch jeden Abschied,
durch jeden neuen Anfang.
Und wenn wir selbst nicht wissen, wie es weitergeht, dürfen wir darauf vertrauen, Gott weiß den Weg.Ihreund Claudia Brumme