Eingeladen dazu hatte Arnhild Kump aus Tegkwitz, die vor 25 Jahren als Ökumenische Botschafterin von Monstab nach Rom eine Pilgerreise durchführte. Arnhild Kump begrüßte herzlich die über 60 Gäste, dankte allen für die Anteilnahme an der damaligen Pilgerreise und für das Kommen zu Festgottesdienst und die langjährige Unterstützung. „Ich möchte mich auch weiterhin für die Ökumene einsetzen“, merkte sie dabei an.
Altbischof Roland Hoffmann sprach in seiner Rede den Dank an Arnhild Kump für die damalige Pilgerreise nach Rom aus und ging auf die Bedeutung des Kreuzes beim Pilgern ein.“ Besinnen auf das Leben, ein Resümee des eigenen Lebens ziehen“ waren Worte seiner eindrucksvollen Rede. „Ich habe vor 25 Jahren Arnhild als Bischof entsendet, bin ihr heute noch eng verbunden“, betonte Roland Hoffmann. Auch Pastorin Elke Schenk, die damals Arnhild Kump bei den Recherchen zu Kirchenchroniken kennen gelernt hatte, war bei Antritt der Pilgerreise von Arnhild Kump helfend dabei. „Lobenswert das Engagement von Arnhild in der Tegkwitzer Kirche“, fügte sie noch an. Am Ende des Festgottesdienstes folgte noch ein Film über die damalige Pilgerreise.
Am 29. Juli 2001 wurde Arnhild Kump vom damaligen Thüringer Landesbischof Roland Hoffmann als Botschafterin der katholischen und evangelischen Christen von Thüringen, Sachsen und Sachsen/Anhalt mit einem feierlichen Gottesdienst auf diese Pilgerwanderung nach Rom ausgesendet. Im Pilgerrucksack hatte sie eine Ökumenische Botschaft, in der es um die Verbesserung der Ökumene ging, sowie eine Grußbotschaft des Altenburger Landkreises. Arnhild Kump folgte bei ihrer Reise den historischen Spuren des Monstaber Pfarrersohnes Peter Wolf, der von 1513 bis 1518 nach Rom gewandert war. Sie pilgerte über Nürnberg, Augsburg, Konstanz, Zürich, Mailand, Genua, Pisa, Florenz in 68 Tagen bei 1854 Kilometern nach Rom. Grußbotschaften nahm Arnhild Kump von Christen in Zürich und der Evangelischen Kirche Italiens entgegen. Diese Pilgerreise war 2001 in aller Munde, Arnhild Kump konnte alle Grußbotschaften und Dokumente persönlich in einer Privataudienz an Papst Johannes Paul II. übergeben. Ende 2001 sendete der Vatikan einen Dankesbrief.
Für Arnhild Kump war die Pilgerreise ein unvergessliches Erlebnis, das ihre weitere Tätigkeit prägte. Ab 2002 arbeitete sie im Pilgerzentrum Zürich, 2008 gründete sie mit das Ökumenische Pilgerzentrum in Wien. Bisher hat sie mit Pilgerfreunden über 200 Pilgerwanderungen in Österreich, Schweiz und Deutschland absolviert. Seit 2014 veranstaltet Arnhild Kump jährlich zwei Pilgerwanderungen im Altenburger Land, die sehr gut angenommen werden. „Ich habe in den drei Ländern über 100 Vorträge zum Pilgern gehalten, was mir sehr wichtig war“ führte Arnhild noch an. Viele Kontakte pflegt sie heute noch, hat viele Freundschaften geschlossen. „Pilgern verbindet Menschen, das ist wichtig in schwierigen Zeiten“, ein Motto von Arnhild Kump. Die Kirchgemeinde in Tegkwitz wäre ohne Arnhild Kump undenkbar. und RW